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Ein einzigartiger weißer Löwe: King Tonga

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Martin Lacey mit King Tonga. (Foto: Circus Krone)

Wenn der Circus Krone vom 19. bis 24. April sein Gastspiel in Traunstein gibt, ist ein ganz besonderer »Star« mit dabei: Der zehnjährige weiße Löwe King Tonga. Nur 80 dieser Prachtexemplare sind weltweit bekannt. Doch keines davon lebt im Circus.


Die Geschichte, wie der weiße Löwe zum Circus Krone kam, klingt wie ein Märchen aus 1001 Nacht: Ein Prinz aus Saudi-Arabien sah vor einigen Jahren die Löwenschau von Martin Lacey jr. beim Internationalen Circus-Festival von Monte Carlo und besuchte den Circus Krone. Circus und Löwennummer begeisterten ihn so, dass er Christel Sembach-Krone das wertvolle Tier zum Geschenk machte. Ein wahrhaft fürstliches Geschenk!

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Mit viel Liebe, Lob und Leckerli wurde der kleine Löwenkönig behutsam an das Leben und Arbeiten in der Manege herangeführt. Scheinwerferlicht, Musik und Applaus wurden willkommene Begleiter. Mit einem Alter von zehn Jahren steht er am Beginn einer ganz großen Karriere.

Martin Lacey jr. – ein hoch dekorierter Star unter den Dompteuren – hat sich für die Tournee »Celebration« etwas ganz Besonderes einfallen lassen: Bei glanzvollen Auftritten des weißen Löwen können die Zuschauer hautnah und live ein phantasievolles Raubtier-Abenteuer in der Manege erleben.

Lacey hat Tierliebe im Herzen und Dressurtalent im Blut. Für seine Arbeit wurde er bereits mehrfach ausgezeichnet. Er ist ein konsequenter Verfechter der humanen Dressur, bei der die Manegenarbeit ausschließlich auf den Spieltrieb und die Neugier der Tiere aufbaut. In Anerkennung seiner Verdienste betraute ihn Christel Sembach-Krone mit der Pflege und Ausbildung ihres Lieblings King Tonga.

King Tonga hat auch schon für Nachwuchs gesorgt: Am 16. September 2011 wurden er und die Löwin Princess das erste Mal Eltern. Baluga ist der erste männliche weiße Löwe, der jemals in einem Circus geboren wurde. Gleich sechs weiße Löwenbabys brachte Prinzess am 11. Juli 2012 während eines Krone-Gastspiels in Konstanz zur Welt; der Vater ist – wie könnte es auch anders sein – King Tonga.

Das gab es weltweit noch nie. In keinem Zoo, keinem Circus und keinem Safaripark. Die Geburt hatte mit Wehen fast acht Stunden gedauert. Martin Lacey jr. zeigte sich begeistert: »Ich habe meinen Augen nicht getraut. Drei Löwenbabys waren schon super. Doch dann kamen mehr und mehr und gegen vier Uhr morgens waren es unglaubliche sechs weiße Löwenbabys.«

Übrigens: Die weißen Löwen sind keine Albinos, sondern eine sehr seltene, helle Farbvariante mit himmelblauen Augen. Martin Lacey scherzt damit gerne und nennt sie: »My little icebears.«