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Ein Drittel Frauen bei der Bayernpartei

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Übersee. Als dritte Gruppierung nach der CSU und der Freien Bürgerliste (FBL) hat die Bayernpartei (BP) in Übersee ihre 15-köpfige Kandidatenliste für die Gemeinderatswahlen aufgestellt. Ohne Gegenstimme folgten dabei die Wahlberechtigten im Gasthaus »Zur schönen Aussicht« in einer schriftlichen Blockwahl dem Vorschlag des Ortsvorstandes.


Als Ortsvorsitzender und einziger amtierender Gemeinderat der BP in Übersee zeigte sich Wolfgang Hofmann hoch zufrieden über die ausgewogene Liste, in der nur der 16. Platz leer blieb. »Von der Feldwies bis zum Westerbuchberg präsentiert die Liste mit fünf Damen einen sehr guten Querschnitt der Bevölkerung«, so Hofmann.

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»Unser großes Ziel ist mindestens ein zweiter Gemeinderat der BP in Übersee«, drückte Hofmann die Hoffnungen für die Kommunalwahl aus. »Je besser die Opposition, desto besser die Demokratie.

Hofmann selbst arbeitet seit 24 Jahren im Gemeinderat und ist auch diesmal wieder Spitzenkandidat. Ihm folgen in der Rangfolge ihrer Plätze Johann Huber, Sabine Baumgartner, Manfred Wiedemann, Manfred Ehnle, Gabriela Steiner, Robert Leitner, Alois Buchstaller, Elke Kroner, Georg Müller, Klaus Lechner, Barbara Buchstaller, Klaus Schwaiger, Cornelia Huber und Jakob Steiner.

Vor der Wahl hatte Hofmann noch einmal die Erfolge der vergangenen sechs Jahre Revue passieren lassen. Man sei kritisch gewesen, habe aber viele Entscheidungen mitgetragen. Als wichtige Zukunftsziele nannte der Spitzenkandidat ein neues Rathaus und eine Standortverlegung des geplanten Altenheims, weg von der Beste-Wiese. Vor allem werde es nach Hofmanns Worten darum gehen, die Heimat, Natur und Schöpfung sowie die christlichen Werte zu bewahren.

In Sachen »Bürgerbegehren gegen erweiternde Baumaßnahmen am Chiemseeufer« – Hofmann hatte als einziger Gemeinderat gegen die Ablehnung des Bürgerbegehrens votiert – bekräftigte er noch einmal seinen Standpunkt: »Den 928 Befürwortern des Bürgerbegehrens hätte man ein Recht einräumen müssen und deshalb dem Bürgerbegehren zustimmen sollen.«

BP-Kreisrat Alfons Baumgartner ermutigte in diesem Zusammenhang, generell die Bevölkerung zu Bürgerentscheiden: »Nach der bayerischen Verfassung ist das Volk Träger der Staatsgewalt. Es kann seinen Willen durch Wahlen und Abstimmungen kundtun.« Das Beispiel Olympia-Ablehnung habe gezeigt, was das Volk alles erreichen könne. bvd