weather-image

Ein altes Gelübde wurde eingelöst

4.8
4.8
Bildtext einblenden

Ruhpolding – Groß waren die Sorgenfalten der Verantwortlichen des Georgivereins Ruhpolding angesichts des regnerischen Wetters.


Als in den frühen Morgenstunden Böllerschüsse und Kirchenglocken ankündigten, dass der Georgiritt, dessen Ursprung auf ein Gelübde aus dem 16. Jahrhundert zurückgeht, stattfindet, war die Entscheidung für die Durchführung richtig, auch wenn während des Ritts der eine oder andere Regenschauer einsetzte.

Anzeige

Pünktlich um 10 Uhr setzte sich unter dem Glockengeläut der Pfarrkirche St. Georg der »Irgnritt« – wie dieses alte christliche Brauchtum in Ruhpolding auch genannt wird – Richtung Zell zur Kirche St.  Valentin in Marsch. Angeführt vom Vorreiter mit der Standarte des Georgivereins und dem Spitzenkreuz, folgten rund 130 herausgeputzte Pferde aus nah und fern. Prächtige Rösser zogen wie immer die zahlreichen Festwagen und Kutschen, auf den Pferdegespannen wurden die Figur des heiligen Georg und die Nachbildungen der drei alten Ruhpoldinger Kirchen mitgeführt.

Auf anderen Wagen begleiteten die beiden Ruhpoldinger Trachtenkapellen den Ritt, wieder andere waren mit den »Historischen« in ihren alten Trachten oder mit den Mitgliedern der Feuerschützengesellschaft besetzt und in den Festkutschen saßen die Honoratioren der politischen und der kirchlichen Gemeinde sowie die Vertreter der Standestrachten. Auch eine Kutsche mit Jubelpaaren nahm am Rittgeschehen teil. Für die Paktisten des Georgivereins war es wieder ein Selbstverständnis, in ihren gut erkennbaren blauen Übermänteln mit roten Krägen den Votivritt zu begleiten.

Den vielen Zuschauern bot sich trotz des regnerischen Wetters ein farbenprächtiges Bild. Den Festgottesdienst zelebrierte Pfarrer Otto Stangl zusammen mit Geistlichem Rat Bernhard Schweiger in der Kirche St. Valentin. Ihnen zur Seite standen auch Pastoralreferent Georg Gruber und Constanze Bär, die ihren Pastoralkurs in Ruhpolding macht.

Danach zogen alle Pferde am Altar vorbei und empfingen traditionsgemäß den Segen. Es ging anschließend wieder zurück in den Ort und die Besucher konnten alle Teilnehmer des Georgiritts noch einmal bewundern.

Sichtlich froh und erleichtert war der Vorsitzende des Georgivereins, Johann Thullner, dass der Ritt wieder einmal unfallfrei verlaufen ist. hab