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Ein akustischer Genuss in Burg

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Vorstand Hubert Fellner (rechts) überreichte das Goldene Ehrenzeichen des Musikbunds von Ober- und Niederbayern an Maria Frisch für deren 40-jährige Mitgliedschaft in der Kapelle. Auch Kapellmeister Armin Maiwälder gratulierte. (Foto: Albrecht)

Taching am See – »Vor nicht allzu langer Zeit wäre es unmöglich gewesen, in einer Kirche ein Konzert zu geben, wie es jetzt alljährlich in der Wallfahrtskirche Maria Burg stattfindet«, berichtete Kathi Kaiser beim Konzert der Musikkapelle Tengling. Konzerte wie dieses sind inzwischen fester Bestandteil der Veranstaltungen der Musikkapelle, initiiert von Ehrenkapellmeister Konrad Waldherr. Weitergeführt werden sie jetzt vom Nachfolger Waldherrs, Armin Maiwälder.


Zu Beginn dieses ersten von drei Konzerten würdigte Bürgermeisterin Ursula Haas die Musikkapelle, Kapellmeister Armin Maiwälder, Vorstand Hubert Fellner und Sängerin Michaela Nützl. Es sei immer wieder ein Erlebnis, in diesem Rahmen die zumeist klassischen und modernen Stücke zu hören. Dies zeige zweifelsohne, auf welch hohem Niveau die Musikkapelle Tengling stehe. Haas wies auch gleich auf weitere Veranstaltungen hin, die in den nächsten Wochen im Rahmen der »Musik am Tachinger See« stattfinden.

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Sehr schwungvoll startete die Kapelle mit »The Olympic Spirit« von John Williams. Mit »My Heart will go on« von James Horner begeisterte danach Michaela Nützl das Publikum. Bei »Marinarella« von Julius Fucik konnte die Kapelle ihre Qualität voll zur Geltung bringen. In diesem Stück wechseln sich leise, feine Passagen ab mit sehr kraftvollen, die Kapelle klang wie ein Orchester. Die Jungbläser-Gruppe der Kapelle zeigte dann ihr Können mit »Over the Rainbow« und bewies, wie viel die Musikkapelle Tengling tut, um den Nachwuchs zu fördern.

Kathi Kaiser berichtete von einem Straßenmusikanten, der während der Berufsverkehrszeit in einer U-Bahn-Station in Boston auf seiner Geige Stücke von Johann Sebastian Bach spielte. Während der 45 Minuten beachtete ihn kaum jemand von den über 1000 Leuten, die an ihm vorbeihasteten. Nur sechs blieben für einen Moment stehen. Etwa 20 Passanten warfen etwas Geld in die Mütze am Boden – am Ende hatte er 32 Dollar. Der Geiger war Joshua Bell, einer der berühmtesten Violinisten weltweit. Tags zuvor hatte er mit seiner dreieinhalb Millionen Dollar teuren Geige vor ausverkauftem Haus ein Konzert gespielt, bei dem die durchschnittliche Karte 100 Dollar gekostet hatte.

Im Konzert in Maria Burg ging es weiter mit einem »Flötenquartett« von Luigi Gianella, bei dem die Solistinnen Helena Mayer, Katharina Baumann, Justina Hiermer und Christine Baldauf ihr Können zeigten. Es ging weiter mit »The Lion King« von Sir Elton John, gespielt von der Kapelle. Armin Maiwälder und Hans Schuster begeisterten dann mit der »Romanze für Alphorn«.

Eine große Ehre wurde danach Maria Frisch zuteil. Für ihre 40-jährige Mitgliedschaft in der Kapelle erhielt sie von Vorstand Hubert Fellner das Goldene Abzeichen des Musikbunds Ober- und Niederbayern überreicht. Kapellmeister Armin Maiwälder heftete das Zeichen an und beteuerte, Frisch musiziere immer noch mit Begeisterung und sei eine der großen Stützen der Kapelle.

Zum Schluss des Konzertes ließ Michaela Nützl nochmals ihre herrliche Stimme hören bei »One Moment in Time« von Albert Hammond. Der tosende Applaus danach galt aber nicht nur Nützl, sondern auch der Kapelle für ein weiteres ihrer großartigen Konzerte in der Kirche Maria Burg. So anhaltend war der Applaus, dass Maiwälder, die Kapelle und Nützl zuerst die Zugabe »A few Dots of Polka« und einer Wiederholung von »One Moment in Time« gaben. Dabei zeigte die Kapelle, dass sie auch das Spielen einer Polka hervorragend beherrscht.

Ein weiteres Konzert findet am kommenden Sonntag um 19.30 Uhr statt. al