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Die Hälfte der Überseer Gemeinderäte hört auf – Paul Reichl gehörte dem Gremium 30 Jahre lang an

Ein Abschied mit Wehmut

Übersee. Übersees Bürgermeister Marc Nitschke verabschiedete bei einem Abendessen im Gasthof Alpenhof acht bisherige Gemeinderäte. Er dankte ihnen für ihr ehrenamtliches Engagement. Fünf der »Gemeinderatsrentner« hatten nicht mehr kandidiert. Rückblickend sprachen alle von einer interessanten und sehr schönen Zeit.

Bürgermeister Marc Nitschke (Vierter von rechts) verabschiedet seine Gemeinderatskollegen Dieter Schöneburg (von rechts), Paul Reichl, Max Speckbacher, Klaus Stöger, Michael Rudroff, Peter Stöger, Werner Linzmeier und Wolfgang Schustek. (Foto: vom Dorp)

Die vergangenen sechs Jahre seien arbeitsintensiv gewesen und sehr schnell vergangen, meinte Bürgermeister Nitschke. Gleich zu Beginn der zurückliegenden Amtszeit sei der Gemeinderat mit einem schnellen Entschluss zur Ersteigerung des späteren Feuerwehrhauses vor Herausforderungen gestellt worden. Und auch anschließend habe man unter anderem mit der Fertigstellung der Unterführungen und dem Bau der Kindereinrichtungen nicht die Hände in den Schoß gelegt.

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In dieser Zeit seien gute und freundschaftliche Kontakte zu allen Gemeinderäten entstanden, und deshalb mache ihn der Abschied von den acht Kollegen auch ein wenig traurig, sagte Nitschke.

Max Speckbacher (SPD) war als Nachrücker für Franz Gnadl im Mai 2011 zum Gemeinderat gestoßen. Michael Rudroff (Freie Bürgerliste, FBL), Klaus Stöger (CSU) und Werner Linzmeier (SPD) waren die volle Legislaturperiode von 2008 bis 2014 im Gremium. Rudroff gehörte zudem dem Bauausschuss an und Klaus Stöger dem Finanz- und Sozialausschuss. Mandatsträger für zwei Amtsperioden von 2002 bis 2014 waren Dieter Schöneburg (SPD), Wolfgang Schustek (FBL) und Peter Stöger (CSU). Schöneburg war in dieser Zeit Fraktionssprecher, Schustek der Leiter des Rechnungsprüfungsausschusses, und Stöger arbeitete noch zusätzlich im Bauausschuss.

»Ein Urgestein der Überseer Kommunalpolitik« nannte der Gemeindechef Paul Reichl (CSU), der 30 Jahre lang dem Gemeinderat angehörte, von 1996 bis 2002 Dritter Bürgermeister und danach bis 2008 Fraktionssprecher war. Laut Bürgermeister Nitschke sei Reichl während seiner Amtszeit ab 2008 für ihn ein Regulativ gewesen, der ihm viele Tipps gegeben habe.

Die konstituierende Sitzung des neuen Gemeinderates ist am kommenden Donnerstag um 19.30 Uhr im Sitzungssaal des Schul-Altbaus. bvd