weather-image
30°

Ein Abend mit besonderen Klängen

3.7
3.7
Bildtext einblenden
Einen gelungenen Auftritt bot im Rahmen ihrer CD-Vorstellung die »6-Egg-Musi« mit (von links): Florian Fenninger, Thomas Schnell, Thomas Wildenhof, Franz Tradler, Stefan Schnell und Thomas Huber. (Foto: Schneider)

Waging am See. Einen musikalischen Abend auf höchstem Niveau bot die »6-Egg-Musi« bei ihrer CD-Präsentation im Kurhaus in Waging. Der Programm begann mit einem staden Teil, geprägt von der »6-Egg-Musi«, die nach und nach ihre Stücke präsentierte. Und auch drei andere Musikgruppen, die Weiß'ngroana Musi aus der Region Chiemsee/Tegernsee, die Perlseer Dirndln aus dem Riederinger Bereich und Flachviertler Musikanten aus dem Flachgau/Mühlviertel, zeigten überragende Leistungen und beeindruckten die Zuschauer mit ihrem Musikgefühl und Können.


Ansager Heini Albrecht berichtete zwischendurch gekonnt über die einzelnen Gruppen, wobei die Geschichte der »6-Egg-Musi« im Vordergrund stand. Franz Tradler (Flügelhorn, musikalische Leitung), schreibt zumeist die Stücke für die Tanzlmusi passend um. Er hat selbst Musik studiert und ist jetzt am Mozarteum und an der Staatsoper München tätig. Er stellte seine Kollegen Florian Fenninger (Gitarre), Thomas Schnell (Tuba), Thomas Wildenhof (Flügelhorn), Stefan Schnell (Posaune) und Thomas Huber (Ziach) auf humorvolle Art und Weise vor, und berichtete über das Entstehen der Gruppe.

Anzeige

Den Ausschlag dafür gab vor allem die große Freude an der Volksmusik, die Heimatverbundenheit und viel Ehrgeiz der »Musikspezln«. Nicht zuletzt erinnert die »6-Egg-Musi« mit ihrer Spielweise an die »Mühlberger Buam«, die schon in früheren Zeiten in der Region und weit darüber hinaus durch ihre Musik bekannt waren. Sie gelten auch als musikalische Vorbilder der Gruppe.

Auf die Frage von Ansager Heini Albrecht an Bernhard Waldherr, einen der früheren »Mühlberger Buam« und Opa von Thomas Wildenhof, wie es sich denn anfühle, so eine Gruppe wie die »6-Egg-Musi« zu sehen und zu hören, antwortete er: »Des gfreid uns gscheid, do sama richtig stolz drauf!«. Stolz kann die Gruppe selbst auch auf ihre Auszeichnungen und die unzähligen Auftritte, darunter auch im Fernsehen, sein. Zum Beispiel entschied sie 2010 den Alpenländischen Volksmusikwettbewerb in Innsbruck für sich und wurde zugleich mit dem Herma-Haselsteiner-Preis ausgezeichnet.

Mit zahlreichen Fotos auf einer Leinwand wurden die Worte des Ansagers während des Hoagarts unterstrichen, und es war ein besonderer Moment, als hier auch das Foto des, erst vor zwei Jahren verstorbenen, bekannten Ziachspielers Willi Schneider gezeigt wurde. Franz Tradler erklärte, dass auch Schneider zu der »6-Egg-Musi« einen guten Bezug hatte und zu Lebzeiten oft von seiner Hausbank aus in Egg die Musik der jungen Buam lobte. Mit großem Respekt und zum Gedenken an ihn schrieb Tradler auch einige seiner Ziachstücke für die Tanzlmusi um. Mit dem Stück »Am Doppelbach« feierte die »6-Egg Musi« dann nicht nur eine Premiere, sondern bewies auch, dass es sehr wohl möglich ist, Stücke vom Schneider-Willi zu ihren Eigenen zu machen.

Weiter bereiteten sie dann mit dem Stück »Das Krokodil & sein Nilpferd«, das sehr an die Titelmusik von Bud Spencer & Terence Hill erinnerte, den Zuschauern ein Lächeln. Auf ihrer vorgestellten, ersten CD »Raus aus den Federn« ist ihr musikalisches Können nun in 20 Titeln festgehalten. Gegen Ende des »staden« Teils würdigte Thomas Huber besonders die Eltern, Musiklehrer und alle Freunde und Helfer für die bisher so schöne und gelungene Zeit mit der »6-Egg-Musi«.

Anschließend ging es dann über zum gemütlichen Teil des Abends und die Tanzfläche wurde eröffnet. Die Weiß'ngroana Musi und die Flachviertler Musikanten, die zum Tanz aufspielten, sorgten für einen gelungenen Abschluss. vs