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Eigenheimer standen kurz vor der Auflösung

Traunreut. Emotionsgeladen verlief die außerordentliche Mitgliederversammlung der Traunreuter Eigenheimervereinigung. Notwendig geworden war die Versammlung, weil Kassier und 2. Vorsitzender ihre Ämter mit sofortiger Wirkung niedergelegt hatten. Die Eigenheimer wählten einen komplett neuen Vorstand, womit nach hitziger Diskussion die Auflösung des Vereins verhindert wurde.

Die Eigenheimervereinigung Traunreut hat einen neuen Vorstand. Im Bild (von links) Landesvorstandsmitglied Georg Friedrich, Klaus Gressenich, Otto Lösch, Gabriela Ahne, Manfred Meyer, Ewald Kolb, Claudia und Reinhard Wessely. (Foto: Mix)

Reinhard Wessely, seit 19 Jahren Vorsitzender der Eigenheimer Vereinigung Traunreut, ist Anfang des Jahres schwer erkrankt. In diese für ihn und seine Frau sehr schwere Zeit fielen die Rücktritte zunächst des Kassiers im April und später des 2. Vorsitzenden im Juni. Beide teilten ihren Rücktritt per E-Mail mit, es gab in all den Monaten nie ein persönliches Gespräch mit Reinhard Wessely, was diesen nach seinen Worten besonders gekränkt habe. »Gerade als ich die beiden gebraucht hätte, haben sie mich im Stich gelassen«, bedauerte Wessely und fügte hinzu: »Ich glaub, ich kann behaupten, dass ich den Traunreuter Eigenheimerverein an die Spitze Bayerns gebracht habe.« Der Verein hat derzeit 1267 Mitglieder. Nur mit seiner Frau Claudia als Schriftführerin an der Seite konnte Wessely den Verein jedoch nicht weiterführen.

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In der Versammlung, bei der der Saal der TuS-Gaststätte brechend voll war, entstand eine sehr emotionale Diskussion über die Geschehnisse. Mangelnde Kommunikation und verschiedene Missverständnisse führten offenbar zu den Problemen innerhalb des Vorstandes. Der ausgeschiedene 2. Vorsitzende hatte sich schon im Vorfeld der Versammlung entschuldigt und war nicht anwesend. Der frühere Kassier erklärte, dass er Reinhard Wessely nicht erreichen konnte und keine Antworten auf seine Mails erhielt, was letztlich neben anderen Dingen, die ihn ärgerten, zum Rücktritt geführt habe. Dass der Vorsitzende nicht antworten konnte, weil er im Krankenhaus weilte, habe er nicht gewusst.

Landesvorstandsmitglied Georg Friedrich betonte, dass dieser »Vorzeigeverein« nicht führerlos bleiben dürfe. Er bedauerte, dass er nicht früher eingebunden und informiert worden sei. Nach längerer Diskussion fanden sich zwei neue stellvertretende Vorsitzende. Otto Lösch und Gabriela Ahne werden künftig den Vorsitzenden Reinhard Wessely unterstützen. Wessely erklärte sich bereit, weiter im Amt zu bleiben, wenn er Hilfe erhält. Als Ersatz für den Kassier wurden mit Manfred Meyer und Ewald Kolb zwei neue Kassenwarte gefunden. Claudia Wessely bleibt Schriftführerin. Für Beisitzerin Gabriela Ahne wurde Klaus Gressenich in den erweiterten Vorstand gewählt.

Georg Friedrich machte deutlich, dass es künftig »keine Alleingänge« mehr geben dürfe und sich jeder aktiv einbringen sollte, um den Vorsitzenden zu entlasten. mix