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Ehrgeizige Ziele für die neue Saison

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Der junge Triathlet Julian Erhardt aus Übersee bereitete sich auch auf Mallorca auf die bevorstehende Saison vor.

Der Sport wurde ihm quasi in die Wiege gelegt. Seit mehr als zehn Jahren bestreitet Julian Erhardt aus Übersee nun schon regelmäßig Wettkämpfe im Triathlon – und das sehr erfolgreich. Sein Papa Michael baute einst bei Triathlon Grassau die Nachwuchsarbeit auf. »Damals war ich immer sehr gerne an der Strecke dabei«, erinnert sich der mittlerweile 24-Jährige zurück. Er schiebt dann aber gleich noch hinterher: »Damals habe ich aber lieber noch Fußball gespielt.«


Doch der Triathlonsport ließ ihn nicht mehr los, und als sich dann die ersten Erfolge einstellten, da machte ihm die Schinderei so richtig Spaß. Mit dem Sprung in das Erdinger Perspektivteam Anfang 2015 hat Erhardt, der nach wie vor auch für Triathlon Grassau in der I. Bundesliga startet (der erste Wettkampf in diesem Jahr steht am 4. Juni in Kraichgau an), mittlerweile die Weichen für eine erfolgreiche Zukunft in der immer bekannter werdenden Sportart geschafft.

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»Im Winter konnte ich gut trainieren«

Aktuell arbeitet er gerade hart für die anstehende Saison. »Im Winter konnte ich gut trainieren«, sagt er. Und dabei vor allem im Laufen neue Bestzeiten aufstellen. Den Anfang machte dabei ein 10-km-Lauf nahe Saarbrücken in 32:11 Minuten, bevor es in Aschau beim Silvesterlauf mit einem 3. Platz über die 5 km mit einer Zeit von 15:20 Minuten weiter ging.

Als Abschluss stand noch der Halbmarathon in Saarbrücken an, den er als Drittplatzierter (1:11:38 Stunde) beendete. »Der Schlüssel zum Erfolg lag hierbei in einem konsequenten Training und vor allem daran, dass keine größeren Krankheiten oder Verletzungen auftauchten«, betont der Sportler.

Die Bräune in seinem Gesicht rührt von den drei Trainingslagern über den Winter im Süden. So ging es für ihn in den Wintermonaten bereits für zwei Wochen mit dem Team Erdinger Alkoholfrei nach Fuerteventura, später dann noch nach Mallorca und nach Italien in die Toskana.

Mit einer guten Vorbereitung und viel Selbstvertrauen im Rücken geht es für ihn nun in die anstehende Saison. Sie beginnt am Sonntag, 24. April, beim City-Triathlon in Koblenz. Doch diese Veranstaltung ist noch als »Warm-Up« gedacht. Erhardt hat sich nämlich zwei andere Saisonhöhepunkte ausgewählt – und das ganz bedacht, wie er erzählt: »Zu einer guten Vorbereitung gehört für mich auch, dass man die Wettkampfstrecke in- und auswendig kennt und das Umfeld stimmt. Mit der Mitteldistanz beim Chiemsee-Triathlon und der Challenge-Europameisterschaft am Walchsee habe ich meine zwei wichtigsten Wettkämpfe im Jahr quasi vor der Haustüre und freue mich auf zahlreiche Freunde und Bekannte an der Strecke.«

Sprung aufs Podium an einem sehr guten Tag möglich

Bei seinem Heimspiel, also dem Chiemsee-Triathlon am 26. Juni, möchte der ehrgeizige Sportler auf jeden Fall unter die Top fünf. »An einem sehr guten Tag mache ich mir aber auch Hoffnungen auf einen Podiumsplatz«, sagt er. Und bei der Challenge-EM am Walchsee am 4. September soll es eine Platzierung unter den ersten zehn werden.

Auch für seine berufliche Zukunft hat Erhardt konkrete Pläne. Sein Sportwissenschaftsstudium in Saarbrücken will er in diesem Jahr noch erfolgreich abschließen – und danach möchte er wieder zurück nach Übersee. »Saarbrücken war eine gute Abwechslung, für mich gibt es jedoch in Deutschland keine schönere Gegend zum Leben und zum Trainieren als meine Chiemgauer Heimat«, betont er.

Je nachdem wie erfolgreich die Saison verläuft, wird es dann Ende des Jahres interessant werden, wie es weitergehen wird. Eines ist für Julian Erhardt jedoch sicher: »Trotz des harten Trainings und der vielen Strapazen möchte ich auch weiterhin viel Spaß an meinem Sport haben und diesen auch nach außen tragen, um vielleicht auch den einen oder anderen für den Triathlonsport zu begeistern.« So wie es einst sein Vater bei ihm erfolgreich geschafft hat. SB/fb