Ehrenlechner nun offiziell Kandidat

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Wolfgang Ehrenlechner aus Teisendorf strebt in den Bundestag. In einer Briefwahl haben die Grünen den 40-Jährigen zum Direktkandidaten im Wahlkreis Traunstein gekürt, der die Landkreise Traunstein und Berchtesgadener Land umfasst. (Foto: Karin Kleinert)

Nun ist es offiziell: Wolfgang Ehrenlechner ist Direktkandidat der Grünen für den Bundestag im Wahlkreis Traunstein, der die beiden Landkreise Traunstein und Berchtesgadener Land umfasst. In einer Briefwahl kürten die Grünen den 40-jährigen Teisendorfer. Zwei Wochen hatten sie die Gelegenheit, ihre Stimmen abzugeben. Am Dienstag lief die Frist ab. Das Ergebnis: Unter den 193 abgegebenen Voten waren 183 Ja-Stimmen für Ehrenlechner, drei Enthaltungen und sieben Neinstimmen. Der 40-Jährige war der einzige Bewerber um die Kandidatur.


Bedingt durch die Corona-Krise bildete die Aufstellung des Kandidaten diesmal ein ganz besonderes Verfahren. Auf eine Online-Nominierung Mitte Januar folgte eine offizielle Aufstellungsversammlung Ende März, die jedoch auch nicht in Präsenzform, sondern wieder online stattfand. Um zu einem rechtlich bindenden Ergebnis zu kommen, war schließlich eine Briefwahl erforderlich.

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In der Online-Aufstellungsversammlung Ende März erläuterte Ehrenlechner noch einmal seine politischen Zielsetzungen. Er betonte, dass er sich mit aller Kraft für eine gute Zukunft von Kindern und Jugendlichen in aller Welt einsetzen wolle. Eine zukunftsfähige Politik müsse sich noch viel mehr an den Interessen junger Menschen orientieren. Das sollten auch die Entscheidungsträger vermehrt im Blickfeld haben.

Ein wichtiger Schritt, die Jugend miteinzubeziehen, ist seiner Ansicht nach die Absenkung des Wahlalters auf 16 Jahre, was er gleich in der nächsten Legislaturperiode angehen wolle, so der Teisendorfer. Darüber hinaus müsse in Gesetzgebungsprozessen automatisch sichergestellt sein, dass politische Entscheidungen für nachfolgende Generationen gute Rahmenbedingungen schaffen, anstatt sie einseitig zu belasten.

Ehrenlechner betonte, er wolle der Jugend durch gute Bildung und mehr Freiwilligendienste ermöglichen, ihren eigenen Weg zu finden. Das gelte freilich auch für benachteiligte junge Menschen. Für optimale Startchancen brauche es eine Kindergrundsicherung, die eine umfassende Teilhabe an schulischem und gesellschaftlichem Leben ermöglicht.

Als Mitglied der Gesellschafterversammlung der GEPA, des größten europäischen Importeurs für fair gehandelte Lebensmittel und Handwerksprodukte, hat der 40-Jährige auch die Verantwortung Deutschlands als große Industrienation im Blick. Dazu gehöre für ihn, sich für gesetzliche Rahmenbedingungen stark zu machen, die Betriebe in Deutschland und der EU verpflichten, für ausreichende Arbeitssicherung und soziale Mindeststandards zu sorgen. Auch mit seinen Erfahrungen aus seinem beruflichen Werdegang warb er um die Stimmen der Mitglieder: Ehrenlechner ist Geschäftsführer einer der größten Jugendorganisationen Deutschlands, des Bundes der Deutschen Katholischen Jugend. Er wisse, wie wichtig eine starke, vielfältige Zivilgesellschaft mit guten Netzwerken ist. Sie stärke die Demokratie und treibe eine nachhaltige Entwicklung voran.

Delegierte für die Landesdelegiertenkonferenz sind im Kreisverband Traunstein Helga Mandl, Gisela Sengl, Martina Wenta, Michael Langwieder, Walter Wimmer und Wolfgang Schnell, im Kreisverband Berchtesgadener Land Iris Edenhofer, Magdalena Wimmer und Bernhard Zimmer.

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