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Ehrenamtliches Engagement von großer Bedeutung

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Langjährige Mitglieder wurden beim AWO-Neujahrsempfang geehrt. Unser Bild zeigt (von links): Katharina Heider (60 Jahre Mitglied), Ortsvorsitzende Elfi Dzial, die seit 30 Jahren der AWO angehört, sowie Ursula Ausflug und Wolfgang Brunner (beide 50 Jahre). (Foto: Pia Mix)

Traunreut. Der AWO-Ortsverband Traunreut hatte Neujahrsempfang im Seniorenzentrum und nutzte die Gelegenheit, Rückschau zu halten auf 2013. Im Rahmen des Empfanges wurden auch treue AWO-Mitglieder geehrt.


Ortsvorsitzende Elfi Dzial zählte in ihrem Jahresrückblick einschneidende Ereignisse des vergangenen Jahres weltweit auf und verwies dabei auch auf Kriege, Terror und Naturkatastrophen, die es immer wieder in irgendeinem Eck der Erde gibt. Auf den Ortsverein eingehend meinte sie, dieser war wie üblich sehr rührig und organisierte für die Mitglieder zahlreiche Ausflüge sowie Clubnachmittage und andere gesellige Veranstaltungen. Für die Stadt Traunreut gab Bürgermeister Franz Parzinger einen kurzen Überblick über das Jahr 2013 und zählte außerdem auf, was im neuen Jahr alles ansteht. Heuer seien über elf Millionen Euro Investitionen geplant für Hochbaumaßnahmen wie den neuen Bauhof, für Straßen- und Radwegebau, die Sanierung des Freibades und weitere wichtige Aufgaben der Kommune. Das Stadtoberhaupt fasste zusammen: »Wir bieten unseren Bürgern von jung bis alt sehr viel und können wirklich stolz sein auf unsere Heimatstadt.«

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Stellvertretender Landrat Sepp Konhäuser ging auf die sozialen Aufgaben des Landkreises ein und hob hervor, dass besonders die Aufgaben im Bereich Kinder, Jugend und Familie immer mehr werden. Seit Mitte der 1990er Jahre sei der Jugendhilfe-Etat im Landkreis von fünf auf 14 Millionen Euro gestiegen. Eine andere wichtige Aufgabe des Landkreises sei die medizinische Versorgung und die Erhaltung der Krankenhäuser in der Region. »Die Rahmenbedingungen speziell im Gesundheitswesen und für Krankenhäuser haben sich schwer verändert, 60 Prozent dieser Häuser machen zurzeit Defizit«, so der Stellvertretende Landrat. Weiter sei es auch überaus wichtig, gute Lebensbedingungen für die Bürger im Alter zu schaffen und es müsse bezahlbaren Wohnraum geben.

Andreas Niedermayer, Geschäftsführer des AWO-Bezirks Oberbayern, ging vor allem auf die Bedeutung des Ehrenamtes ein. Er blickte zurück auf die Entstehung der Arbeiterwohlfahrt, die 1919 gegründet worden sei als Selbsthilfe der Frauen für ihre Männer im Krieg, die von der Heeresleitung nicht ausreichend versorgt wurden. »Die AWO entstand letztendlich, weil der Staat versagt hat«, fasste Niedermayer zusammen. Aus diesem Grund sei es auch wichtig, dass sich jeder Einzelne frage, »was kann ich für die Gesellschaft tun?«. Gerade im sozialen Bereich sei das ehrenamtliche Engagement von großer Bedeutung: »Natürlich würden wir uns bessere Rahmenbedingungen für die Pflege wünschen, aber das kostet alles ein Wahnsinnsgeld.« Der Einsatz von Ehrenamtlichen sei als zusätzliche Hilfe für eine menschenwürdige und soziale Betreuung unersetzlich. Niedermayer ist der Meinung: »Man kriegt bei der Arbeit im Ehrenamt auch mehr zurück, als man gibt.« In Bezug auf die aktuelle Debatte um den Mindestlohn sagte der Geschäftsführer, die AWO setze sich für den Mindestlohn ein, da Dumpinglöhne den Wettbewerb sehr erschwerten und nicht nur zu Lasten derer gingen, die nach Tarif zahlen, sondern auch derer, die von solchen Hungerlöhnen nicht leben können. Ortsvorsitzende Elfi Dzial übergab Ehrenurkunden und Geschenke an langjährige Mitglieder. Am längsten dabei sind Ursula Ausflug und Wolfgang Brunner (50 Jahre) sowie Katharina Heider (60 Jahre). Auch Elfi Dzial wurde für 30-jährige Mitgliedschaft bei der AWO beschenkt und erhielt von Andreas Niedermayer eine Ehrennadel für ihr Engagement. - mix