weather-image
14°

Ehrenamt auf Lebzeiten

5.0
5.0
Bildtext einblenden
Bürgermeister Martin Fenninger (rechts) nahm Johann Frauenschuh (Mitte) in der jüngsten Gemeinderatssitzung den Amtseid als neuer Feldgeschworener der Gemeinde Wonneberg ab. Obmann Franz Kastenhofer freut sich über den »Zuwachs« im gemeindlichen »Feldgeschworenen-Team«. (Foto: Aßmann)

Wonneberg – Erstmals seit 42 Jahren ist in Wonneberg wieder ein Feldgeschworener vereidigt worden. Johann Frauenschuh verstärkt ab sofort das gemeindliche »Feldgeschworenen-Team«. Bürgermeister Martin Fenninger nahm Frauenschuh zu Beginn der jüngsten Sitzung des Gemeinderats den Amtseid ab.


»Als Mitarbeiter des Bauhofs ist Johann Frauenschuh für diese Aufgabe bestens geeignet«, betonte Fenninger. Die Wurzeln des Feldgeschworenen-Amts, so der Rathauschef, lassen sich bis ins 13. Jahrhundert zurückverfolgen. Das Feldgeschworenen-Wesen entstand in Franken aus den damaligen Feld- und Untergangsgerichten, die wiederum aus den Dorfgerichten hervorgegangen waren. »Somit zählt das Amt des Feldgeschworenen zu einem der ältesten noch erhaltenen Ämter der kommunalen Selbstverwaltung«, informierte Fenninger. Das Ehrenamt wird seinem Träger auf Lebzeiten verliehen.

Anzeige

Der Obmann der Wonneberger Feldgeschworenen, Franz Kastenhofer, überreichte Johann Frauenschuh wichtiges Informationsmaterial für seine neue Aufgabe und erläuterte kurz die Einsatzgebiete der Feldgeschworenen. »Sie wirken bei der Kennzeichnung von Grundstücksgrenzen und Flurstücken mit«, schilderte Kastenhofer. Feldgeschworene setzen Grenzsteine höher oder tiefer, wechseln beschädigte Grenzzeichen aus und entfernen diese.

Oft auch als »Hüter der Grenzen« bezeichnet, arbeiten Feldgeschworene eng mit den Vermessungsbeamten zusammen. In der Gemeinde Wonneberg gibt es nunmehr wieder vier Feldgeschworene. mia

Mehr aus der Stadt Traunstein
Einstellungen