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EHG darf Werkstatthalle in Laimgrub bauen

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Chieming. Die EHG Verwaltungs-GmbH beantragte in der jüngsten Sitzung des Gemeinderats die Aufstellung eines Bebauungsplans zur Erweiterung der Betriebsflächen auf dem Grundstück Laimgrub 3a für eine Werkstatthalle für Lkw und Container. Geplant sind auf der Freifläche sieben Lkw-Plätze und Abstellflächen für 27 Container, die zum Teil gestapelt werden sollen.


Die Mehrheit des Gremiums befürwortete den Antrag mit den Einschränkungen, dass dort nur zur Reparatur fällige Lkws und Container abgestellt werden dürfen, die Lkws und Container leer und sauber sein müssen, jeglicher Wertstoffumschlag zu unterbleiben hat und Kosten zu Lasten der EHG gehen. Weiter sagte Bürgermeister Benno Graf, zum Schutz der Laimgruber Bürger müssten noch schalltechnische Untersuchungen stattfinden und Ausgleichsflächen bereitgestellt werden. Der Bürgermeister kündigte eine vorgezogene Bürger- und Behördenbeteiligung an und gab eine Auslegungsfrist von vier Wochen für den Bebauungsplan an, den jedermann einsehen könne.

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Anwohner wollen keinen Container-Abstellplatz

Graf erinnerte an das Schreiben, das 38 Anwohner von Laimgrub unterzeichnet haben, die dem Vorhaben der EHG kritisch gegenüberstehen. Sie wollen dort vor allem keinen Container-Abstellplatz haben und befürchten, dass die EHG in regelmäßigen Abständen eine Erweiterung des Betriebsgeländes anstreben werde. Die Laimgruber fordern in dem Schreiben eine Ortsabrundungsbepflanzung mit heimischen Bäumen und Sträuchern. Sie wehren sich gegen eine mögliche Verschandelung des Ortes Laimgrub durch Lärmschutzwände und erwarten, dass der Werkstattbetrieb nur ein kurzzeitiges Abstellen von Lkws ermöglichen wird. Es dürfe kein Dauerparkplatz entstehen.

Weiter befürchten die Bürger, wie bereits festgestellt, eine Geruchsbelästigung. Durch den starken Straßenverkehr seien sie ohnehin bereits großen Lärmbelästigungen ausgesetzt. Außerdem erwarten sie einen täglichen hohen Lkw-Verkehr der Firma EHG während der Arbeitszeit von 6 bis 22 Uhr.

Elisabeth Heimbucher (Grüne) sprach sich gegen die geplanten Containerplätze aus. Sie habe Bedenken wegen einer späteren Ausweitung des Betriebsgeländes und könne die Befürchtungen der Laimgruber verstehen, die mit ihren Familien in direkter Nähe wohnen. Sebastian Heller (Grüne) regte eine Bürgerversammlung mit den Laimgrubern, der Gemeinde und der EHG an und sprach sich für eine Rückstellung des Antrages aus.

Hohe Lärmbelästigung für Laimgruber

Heinrich Hunglinger (SPD) erwähnte die seit Jahren sehr hohe Lärmbelästigung für die Bürger von Laimgrub und befürchtete, dass das Abladen der Container weiteren Lärm bedeuten werde. Er verwies auf die Sauberkeit des EHG-Betriebsgeländes und forderte mehr Fairness gegenüber der Firma. Er sprach sich für die ausschließliche Nutzung als Werkstatt für Lkw und Container aus. Auch Christian Fischer (CSU) sprach sich dafür aus.

Engelbert Probst aus Laimgrub, dem der Gemeinderat das Wort erteilte, sagte, die Laimgruber befürchteten, dass die EHG zu gegebener Zeit eine andere Nutzung anstreben und vermehrt Container auf dem Gelände abstellen werde. Dazu sagte EHG-Geschäftsführer Thomas Engmann, die ausgewiesenen Stellplätze habe er mit Rücksicht auf die Bürger von Laimgrub bereits stark reduziert. OH