Ehemalige Diskothek »Tenne« wird Gastwirtschaft

Ruhpolding – In seiner aktuellen Sitzung hatte sich der Bauausschuss der Gemeinde Ruhpolding mit einem Antrag der Firma Mayer Grundbesitz auf Änderung des Bebauungsplans »Gewerbe- und Mischgebiet Gastager« und mehreren privaten Bauanträgen zu beschäftigen. Zudem informierten Bürgermeister Claus Pichler  und Bauamtsleiter Hans Hechenbichler die Ausschussmitglieder über den Bauantrag für das Hotel-Resort Zell und stellten ihnen den Stand der Bauplanung anhand von Computergrafiken vor.


Der Antrag auf Änderung des Bebauungsplans »Gewerbe- und Mischgebiet Gastager« wurde gestellt, weil die Firma Mayer das bestehende Betriebsgebäude nach Norden erweitern und ein drittes Vollgeschoß auf den gesamten Baukörper anbringen möchte, der dann eine Wandhöhe von 8,80 Metern erreichen würde. Neu hinzukommen würden eine Garage und ein Heizhaus im Norden des Geländes und eine Lagerhalle für Baugeräte im Süden. Daneben soll mit der Änderung auch eine bereits genehmigte und gebaute Lagerhalle nun mit aufgenommen werden.

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Bereits vor der öffentlichen Sitzung hatte sich der Ausschuss ein Bild vor Ort gemacht, weshalb in der Sitzung keine größeren Nachfragen mehr kamen. Ergänzt durch den Wunsch, das Gelände zur Dr.-Degener-Promenade hin mit einer blickdichten Bepflanzung zu versehen, stimmte der Ausschuss dem Antrag schließlich einstimmig zu.

Rein informativ zeigte Hechenbichler danach verschiedene Variationen der baulichen Ausgestaltung der Fassaden des neu geplanten Hotel-Resorts Zell, die der Gemeinde vom Architekturbüro als Computergrafiken zugeschickt wurden. Als nächster Schritt folgt nun die Beratung über die Neuaufstellung des zugehörigen Bebauungsplans in der Gemeinderatssitzung am kommenden Dienstag, 27. Januar.

Da es beim Antrag auf Nutzungsänderung der ehemaligen Diskothek »Tenne« in eine Speise- und Gastwirtschaft ausschließlich um sicherheitstechnische Auflagen und Maßnahmen bezüglich des Brandschutzes, auferlegt durch das Landratsamt Traunstein, geht, konnte das Gremium auch diesen Antrag ohne Gegenstimme befürworten. Keine Einwände hatten die Bauausschussmitglieder auch zur geänderten Planung des Carports am bereits genehmigten Ausstellungsgebäude mit Betriebsleiterwohnung am Haßlberg, wenn dieser mit einem Satteldach versehen wird.

Nach langer Planungszeit und mehreren Anpassungen passierte der Bauantrag einer Bürgerin auf Bau eines Einfamilienhauses mit Doppelgarage in Obergschwendt den Bauausschuss einstimmig. Problematisch waren hier in erster Linie die Lage im Außenbereich und die extreme Hanglage.

Um die Abgrabung des Geländes für den Neubau zweier Doppelhaushälften mit Carport auf dem Grundstück Ecke Otto-Filitz-Straße/Seehauser Straße vermeiden zu können, haben die Bauwerber einen Antrag auf Genehmigungsfreistellung gestellt. Im Bebauungsplan ist hier nämlich nur ein Niveau des fertigen Fußbodens über Straßenniveau von 30 Zentimetern erlaubt. Die Planung sieht aber auf Niveau der abgerissenen Wohnbauwerkshäuser etwa 50 Zentimeter vor. Da alle anderen Vorgaben eingehalten werden, das Grundstück wegen der Lärmschutzwände entlang der Seehauserstraße ohnehin nur minimal eingesehen werden kann und zudem der Carport etwas kleiner gebaut werden soll, als ursprünglich geplant, sahen die Ausschussmitglieder den Antrag als genehmigungsfähig an. Es soll den Bauwerbern aber empfohlen werden, den Carport im Osten zur Siedlung Schwaig hin um etwa 20 Zentimeter abzusenken.

Um den entsprechenden Bebauungsplan nicht ändern zu müssen, wurde das Einvernehmen mit dem Bauantrag einer Bürgerin auf Einbau einer Wohnung im Kellergeschoß in der Brander Straße unter der Auflage genehmigt, dass eine der drei bereits bestehenden Ferienwohnungen nicht auf Dauer vermietet werden darf. Im Baugebiet sind nämlich nur maximal drei Wohnungen pro Haus erlaubt. wb

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