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Ecolab kann nach Absprache mit den Nachbarn erweitern

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Die Firma Ecolab plant den Anbau von zwei Hallen. Das Vorhaben wurde mit den Anwohnern abgestimmt, der Gemeinderat gab nun grünes Licht für den Neubau.

Siegsdorf. Der Gemeinderat hat bereits in der Sitzung Ende Januar die Änderung des Bebauungsplans »Am Bahnhof« für die Erweiterung der Betriebsgebäude der Firma Ecolab Engineering beschlossen. Die Öffentlichkeit wurde informiert, den Grundstücksanliegern wurden Unterlagen übermittelt. Die vorgebrachten Bedenken der Nachbarn wurden bei drei Terminen ausführlich und konstruktiv diskutiert und unter anderem auf deren Grundlage wurde die nun vorliegende, überarbeitete Planung erstellt. Bürgermeister Thomas Kamm sprach von sehr sachlichen Gesprächen, bei denen beide Seiten darauf bedacht waren, eine sinnvolle Lösung zu erarbeiten.


Änderung von Misch- in Gewerbegebiet ist nötig

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Kreisbaumeister Rupert Seeholzer zeigte einige Punkte auf, die zu Problemen führen könnten. Der Parkplatz der Firma Ecolab gehöre zum Betriebsgelände, damit müsste dieser auch schalltechnisch untersucht werden – eine Änderung von einem Mischgebiet in ein Gewerbegebiet sei damit unumgänglich. Durch die neue Länge der Betriebsgebäude sei unbedingt auf die Vermeidung der »Riegelwirkung« zu achten – besonders im Hinblick auf die umgebende, kleinteilige Bebauung. In der Begründung müsse noch ausführlicher auf Ziele, Zwecke und Auswirkungen der Bauleitplanung einzugehen, ebenso auf die ortsplanerische Verträglichkeit und nachbarliche Rücksichtnahme.

Eine Stellungnahme des Gemeinderates wurde bereits schon abgegeben. Um die genaue Lage und Zahl der Stellplätze bestimmen zu können, hatte zwischenzeitlich die Firma Ecolab ein Stellplatz-Konzept erarbeitet, das auch die Begrünung und den wasserdurchlässigen Bodenbelag berücksichtigt.

Weiter wurde das bisherige Mischgebiet der Stellplatzflächen in ein eingeschränktes Gewerbegebiet umgewandelt, da hier die Immissionswerte des Mischgebiets eingehalten werden. Und um die Riegelwirkung der sehr langen, neuen Betriebsgebäude zu vermeiden, wurde bereits in den textlichen Festsetzungen die optische Auflockerung der Fassaden mit Spalieren und Farbfeldern aufgenommen.

Um die Immissionsschutzauflagen einzuhalten, hat die Firma Ecolab inzwischen den Beginn der regelmäßigen Arbeitszeit auf 6.30 Uhr nach hinten verlegt, sodass kein Anfahrtsverkehr des Personals vor 6 Uhr stattfindet. Weiter ist auch an der östlichen Grundstücksgrenze eine rund 30 Meter lange Schallschutzwand geplant. Die nachbarlichen Belange bezüglich künftiger, möglicher Lärmbelästigungen seien zur Zufriedenheit der Nachbarschaft geklärt worden. Ein Einverständnis wird zwar nicht schriftlich erteilt, doch wird auch nichts gegen eine Erweiterung des Betriebsgeländes unternommen.

Mehrere Straßensanierungen stehen an

Die Straßensanierung wird in Siegsdorf weiter vorangetrieben. Drei weitere Bauabschnitte sind dafür vorgesehen. Die Voglinger- und Daxastraße wird abgefräst und mit einer neuen Asphaltdecke versehen (einschließlich Fahrbahneinfassungen und Anpassung von Zufahrten), ein Teilausbau der Spirkastraße ist geplant und ein Teilabschnitt des Obermayerweges wird ausgebaut. Sieben Fachfirmen gaben ihr Angebot ab, den Zuschlag als günstigster Bieter erhielt die Firma Traun-Tiefbau aus Traunreut. Ein weiterer Punkt war die Vergabe der EDV-Verkabelung der Grund- und Mittelschule in Siegsdorf. Den Zuschlag erhielt die Firma Ludwig Maier aus Kirchweidach.

Verkauft wurde das alte Fahrzeug der Feuerwehr Hammer (Unimog), das noch in einem sehr guten Zustand ist. Die DLRG Siegsdorf braucht speziell bei Hochwassereinsätzen ein geländegängiges Fahrzeug. Daher beschloss der Gemeinderat, das Feuerwehrfahrzeug aus steuerlichen Gründen der DLRG zu verkaufen und den Erlös wieder der Wasserwacht als Spende zur Verfügung zu stellen.

Beim Juni-Hochwasser wurde der Wanderweg entlang der Traun zwischen dem Siegsdorfer Schwimmbad und dem Seiboldsdorfer Wehr stark in Mitleidenschaft gezogen. Die grobe Wiederherstellung ist bereits erfolgt und auch die Oberfläche soll nun endgültig wieder hergestellt werden. Geplant ist eine Asphalt-getränkte Spritzdecke (damit hat man bereits gute Erfahrungen gemacht), um künftige Ausschwemmungen soweit wie möglich zu verhindern. Die Firma Babic wurde mit der Ausführung beauftragt und die Feinplanie wird die Firma Fischer aus Obing übernehmen. hw