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Eberhard Opitz gestorben

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Eberhard Opitz ist im Alter von 75 Jahren gestorben.

Marquartstein. Keine andere Persönlichkeit hat in den vergangenen Jahrzehnten das Staatliche Landschulheim Marquartstein so geprägt wie Eberhard Opitz. Er arbeitete dort 37 Jahre als Lehrer, davon 27 Jahre als stellvertretender Schulleiter. Nach schwerer Krankheit starb er kurz vor seinem 77. Geburtstag.


Als Ältestes von vier Geschwistern in Dießen am Ammersee geboren, studierte Opitz in München Latein und Sport. Später erwarb er durch ein Zusatzstudium die Lehrbefähigung für das Fach Geschichte. Ende 1963 wurde er dem Staatlichen Landschulheim als Lehrer zugewiesen, übernahm drei Jahre später die Heimleitung und wurde wieder nach drei Jahren zum ständigen Stellvertreter des Schulleiters ernannt; eine Aufgabe, die er bis zu seiner Pensionierung im Februar 2000 mit Herzblut, großer Sorgfalt und außergewöhnlichem Engagement ausfüllte.

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Am besten zeigte sich die Anerkennung, die ihm auch Schüler entgegenbrachten, beim »Abschiedsscherz«, den ihm die ganze Schule unter erheblichem Aufwand spielte: Da der Studiendirektor nicht selten die unbeliebte Aufgabe wahrnahm, nach Unterrichtsbeginn die »Zu-spät-Gekommenen« aufzuschreiben, kam an seinem letzten Schultag die ganze Schule zu spät: organisiert von der Schülermitverwaltung trafen sich alle Schüler und Lehrer vor Schulbeginn am Bahnhof in Marquartstein und auch die Schulbusse wurden mit Unterstützung der Grassauer Polizei so umgeleitet, dass sie nicht vor die Schule fahren konnten. Langsam zogen dann die 750 Schüler und Lehrer den Burgberg hinauf zur Schule.

Eberhard Opitz war in seiner Freizeit ein begeisterter Bergsteiger und Sportler, sodass sein Name mindestens in den Sportvereinen des Achentals ein Begriff ist. Nach seiner Pensionierung übernahm er bis 2011 neun Jahre lang die Leitung der großen DAV-Sektion Achental.

Eberhard Opitz hinterlässt seine Frau Anne-Kathrein, drei Kinder und sechs Enkel. Nicht nur die Schule und seine Familie haben einen unvergleichlichen Menschen verloren. Christiane Giesen