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E-Autos können bald in Oberteisendorf laden

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An der Außenmauer am  Haus des Gastes  in  Oberteisendorf  soll eine Ladestation für Elektroautos installiert werden. (Foto: Mergenthal)

Teisendorf – Besitzer von Elektroautos sollen ihre Fahrzeuge bald am Haus des Gastes in Oberteisendorf aufladen können. Einstimmig billigte der Bau- und Umweltausschuss des Marktes Teisendorf nun die Installation einer Ladestation an der Außenwand des Gebäudes am Schulweg 2.


Errichten möchte diese Ladestation ein Zahnarzt, der in dem Gebäude seine Praxis hat. Aus »umweltbewussten und wirtschaftlichen Gründen« hatte er die Genehmigung dafür bei der Gemeinde beantragt. Die Ladestation sei für seine Patienten gedacht, die ein Elektroauto besitzen und zur Behandlung in meine Praxis kommen, und auch für ihn selber, da er sich auch persönlich ein Elektroauto anschaffen wolle, erläuterte der Antragsteller. In seinem Schreiben sichert er zu, die Kosten für die Anschaffung und Installation selber zu tragen. Im Sinne einer zügigen Aufladung schlägt er eine dreiphasige Ladestation mit einer Spannung von 400 Volt, einer Stromstärke von 32 Ampere und einer Leistung von 22 Kilowatt vor.

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Die Gemeindeverwaltung ist hier aufgeschlossen: »Um die Elektromobilität voranzubringen, wird die Installation einer Ladestation am Haus des Gastes begrüßt«, heißt es in der Stellungnahme. Die Art der Station, der Standort und die Installationsarbeiten seien mit dem gemeindlichen Bauamt abzustimmen. Sollte sich der Antragsteller bereit erklären, eine Ladestation mit zwei Anschlüssen zu installieren, könne der Markt Teisendorf die Hälfte der Baukosten und eventuell auch die laufenden Stromkosten übernehmen. Diese Stellungnahme stellte Bürgermeister Thomas Gasser im Ausschuss zur Diskussion.

Gasser ergänzte, das Landratsamt habe auch eine Ladestation an der Behörde eingerichtet. Anliegen der Gemeinde sei, dass die Station in Teisendorf auch für andere mögliche Nutzer öffentlich zugänglich wird. Der Rathauschef schlug vor, die Ladestation so auszustatten, dass man nachträglich ein Zählsystem integrieren kann. Im Moment lägen die Kosten für den möglichen Stromverbrauch durch aufladende Autobesitzer vermutlich noch weit unter den Kosten für den Einbau eines Zählsystems, so dass sich dieser noch nicht lohne. Daher gebe es derzeit noch viele Ladestationen, die kostenlos sind.

Die Ausschussmitglieder begrüßten die Initiative des Zahnarztes ebenfalls. Für Alois Stadler (CSU) ist wichtig, dass gewährleistet ist, dass man die Ladestation so nachrüstet, dass man auch mit dem Handy oder der EC-Karte zahlen kann. Wenn sich die Gemeinde beteiligt, müsse gewährleistet sein, dass der Stellplatz zur Ladung nicht nur vom Initiator belegt sei.

Auch Dritter Bürgermeister Gernot Daxer (CSU) findet die Errichtung der Station gut. Er sprach sich aber dagegen aus, dass die Gemeinde die gesamten Stromkosten übernimmt im Fall, dass der Antragsteller mit einem zweiten Anschluss einverstanden ist. Gasser schlug vor, die Formulierung wie folgt abzuändern: In diesem Fall werde die Gemeinde anteilig die Stromkosten übernehmen.

CSU-Rat Markus Putzhammer betonte, die Station solle wegen des Schulbusverkehrs nicht direkt an der Straße angebracht werden. vm