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Durch viel Bewegung: Fit bis ins hohe Alter

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Tochter Annemarie Muttenhammer und Bürgermeister Martin Hobmaier feierten mit Theresia Kleiner mitten im Grünen deren 100. Geburtstag. (Foto: Mergenthal)

Inzell. Auf die Frage, welchen Tipp sie Leuten gibt, die auch 100 Jahre alt werden wollen wie sie, sagt Theresia Kleiner: »Viel Bewegung. Wir sind schon als Kinder jeden Tag eine Stunde zur Schule gegangen«. Und eine Stunde zurück, wie sie schmunzelnd aus ihrer Kindheit im Allgäu erzählt.


Auf ihrer Terrasse am Römerweg gratulierte bei Kaffee und Schwarzwälder Kirschtorten Bürgermeister Martin Hobmaier seiner betagten Bürgerin, nachdem am Vormittag bereits Landrats-Stellvertreter Herbert Häusl die Glückwünsche des Landkreises überbracht hatte.

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Vor fünf Jahren nach Inzell gezogen

Mit am liebevoll gedeckten Tisch saß Annemarie Muttenhammer, die 42 Jahre lang Lehrerin an der Inzeller Schule war und so Generationen von Kindern unterrichtet hatte. Vor fünf Jahren hat sie ihre Mutter aus ihrer Münchner Wohnung zu sich nach Inzell geholt, ins ehemalige Wochenend- und Ferienhaus der Familie, wo die wanderbegeisterte Theresia Kleiner früher gerne die Sommerfrische genoss.

Aufgewachsen ist die Jubilarin in Unterthingau, einem Bauerndorf bei Kempten, als mittleres von drei Kindern. Ihr Vater war Tierarzt. Seit jeher war Theresia Kleiner sportbegeistert. »Wir sind im Bach neben dem Elternhaus Schlittschuh gelaufen«, erzählt sie. Da passe es wunderbar, dass sie nun direkt oberhalb der Inzeller Eishalle wohne, deren Entstehung sie Tag für Tag fasziniert verfolgt hatte.

1938 heiratete sie ihren Mann Josef, einen Maschinenbauingenieur, der aber bereits 1961 verstarb. Theresia Kleiner hat vier Kinder, sieben Enkel und sogar schon vier Urenkel. Ein fünfter Urenkel ist bereits unterwegs. Ihre beiden Mädchen wurden Lehrerinnen und ihre beiden Buben, auch schon in Pension, waren wie der Vater Ingenieur.

Jubilarin war begeisterte Bergsteigerin

In ihren jungen Jahren war die Naturliebhaberin ein richtiger Bergfex. »Wir waren sechs Jahre alt, als wir zum ersten Mal mit dem Papa auf den Berg gegangen sind«, erzählt sie. Später hat sie dann alle Gipfel bestiegen, die sie von ihrer Heimat aus gesehen hat, und bestimmt noch einige mehr.

Auch reiselustig war Theresia Kleiner, eine Leidenschaft, die sie wie ihre Wanderlust mit ihrer Tochter Annemarie teilt. Mit ihr war sie unter anderem in Norwegen und Italien und – als Geschenk zum 80. Geburtstag – in Florida. Noch heute ist sie in der Inzeller Natur unterwegs: Eisern geht sie täglich zwei Stunden mit ihrem Rollator spazieren. vm