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»Du kannst ned immer kriegen, was du gern hätt'st«

Taching am See. Nach zwei Jahren veranstaltete die Junge Union Taching-Tengling wieder ein Starkbierfest im Neuwirtssaal. Den knapp 250 Gästen wurde ein sehr unterhaltsamer Abend geboten, musikalisch umrahmt von der Blasmusik Tengling.

Barbara Danninger spielte das Double von Bürgermeisterin Ursula Haas. Weitere Bilder unter www.traunsteiner-tagblatt.de/fotos (Foto: FDL/Hans Lamminger)

Bruder Stephanus nahm in seiner Fastenpredigt nicht nur Politiker und Gemeinderäte, sondern auch viele »typische« Tenglinger humorvoll aufs Korn – und auch das ein oder andere nachdenkliche Wort durfte nicht fehlen. Eine von Stephan Reiter hervorragend dargebotene Predigt erfüllte die hohen Erwartungen.

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Im zweiten Teil des Abends dann die große Überraschung: Im Rahmen des Singspiels bekam die Weiße Frau aus der Biberschwelle, dargestellt von Christa Danzl, die Gelegenheit, die Tenglinger in die mittelalterliche Vergangenheit blicken zu lassen. Barbara Danninger als Bürgermeisterin Ursula Haas beriet mit ihren Einflüsterern über das Schicksal der Gemeinde – und stellte musikalisch fest, dass Wahlen doch überflüssig seien und man sich für die Wiederwahl ohnehin auf 102 Prozent einigen solle.

Landrat Hermann Steinmaßl, dargestellt von Georg Steffl, sang im Duett mit dem CSU-Landratskandidaten Siegi Walch und auch ein typischer Tenglinger durfte mit einem eigenen Lied nicht fehlen – zur großen Freude der Gäste.

Im Endeffekt und mit dem letzten Lied waren sich alle Schauspieler einig »Du kannst ned immer kriagn was du gern hättst – oder etwa doch?« Und so wurde das zweite Tenglinger Starkbierfest mit tosendem Applaus geschlossen.

Manch einer hatte mit Sicherheit noch einiges zu verdauen, seien es die Erkenntnisse der Predigt oder des Singspiels, oder aber der anschließende Donisl bei den anderen Tenglinger Wirten.

Aufgrund der Reaktionen der Zuschauer stand bereits in der ersten Pause fest: Das zweite Tenglinger Starkbierfest war wieder ein Erfolg, und das vor allem kulturell betrachtet. Und auch eine gemeindliche Einrichtung wird von der gelungenen Veranstaltung profitieren, denn die Junge Union will den Gewinn der Veranstaltung für einen guten Zweck zur Verfügung stellen.

Für all diejenigen, die keine Karten mehr bekommen hatten oder das Schauspiel einfach noch einmal sehen wollen, besteht am Samstag um 19.30 Uhr im Tenglinger Feuerwehrhaus die Gelegenheit, die Aufzeichnungen anzusehen.