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Drei-Generationen-Haus

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Reit im Winkl. Um 40 Zentimeter höher als ursprünglich genehmigt darf ein Einfamilienhaus an der Weinleiten werden. Dies beschlossen die Mitglieder des Reit im Winkler Bauausschusses nach langer Aussprache und mit einer sehr knappen Entscheidung: Vier Räte votierten dafür, drei waren dagegen.


Hier war ein Tekturantrag notwendig geworden, nachdem in Bezug auf die tatsächliche Höhe des Gebäudes von unterschiedlichen Voraussetzungen ausgegangen wurde und so ein Missverständnis entstand: Beim ursprünglichen Plan war offenbar übersehen worden, die Aufdachdämmung einzuzeichnen, die das Gebäude freilich benötigt und es jetzt höher werden lässt. Drei Generationen wollen das neu zu bauende Wohnhaus nutzen, eine Familie mit drei Kindern samt der Großeltern. Die sieben Personen wollen in drei Stockwerken Platz finden, das Obergeschoß drohte allerdings für eine sinnvolle Nutzung zu niedrig zu werden.

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In einem ersten Antrag im Juli vergangenen Jahres wurden als Wandhöhe sieben Meter genehmigt, was sich jetzt für die Speicherwohnung als zu niedrig herausstellte, da die Berücksichtigung einer Dachdämmung bei der Gesamthöhe übersehen worden war. Nun wurde also vom Bauwerber ein Tekturantrag vorgelegt, in dem gebeten wurde, »auf die persönliche Situation« Rücksicht zu nehmen. Nachdem sich der Bauplatz in einer Senke befinde, sei eine Anhebung um die beantragten 40 Zentimeter vertretbar, argumentierten einige Gemeinderäte. Andere dagegen führten die Grundsätze der Gleichbehandlung in Bezug auf die Ortsgestaltungssatzung ins Feld, auch gelte es, Bezugsfälle zu vermeiden. Denkbar knapp – mit vier Befürwortungen bei drei Gegenstimmen – wurde schließlich der Anhebung auf 7,4 Meter Wandhöhe zugestimmt.

Die Räume eines ehemaligen Getränkemarktes in einem Wohnhaus an der Chiemseestraße sollen künftig in eine Wohnung integriert werden. Gegen den entsprechenden Antrag hatten die Räte keinerlei Einwände.

Ein Lokal für italienische Spezialitäten ist in einem Gästehaus am Eschenweg geplant. Dazu sollen ein Anbau mit 90 Quadratmetern und eine Terrasse mit rund 70 Quadratmetern gebaut werden, im Keller sei eine weitere Wohnung vorgesehen. Als problematisch wurde hier bewertet, dass eine neue Ausfahrt von der Parkfläche auf die Bundesstraße etwas unübersichtlich sei, hier müsse das Straßenbauamt die Situation überprüfen.

Lisa Ruh fragte, ob denn eine weitere Gaststätte sinnvoll sei, nachdem die Dichte an Restaurants am Ort ohnehin sehr hoch sei. Dies sei allerdings nicht Gegenstand des Antrags, erklärte Bürgermeister Josef Heigenhauser. Die Mitglieder des Bau- und Umweltausschusses votierten schließlich einstimmig zugunsten des Lokals. ost