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Drei neue Preisträger des Traunsteiner Lindl

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Mit ihrem unbekümmerten Vortrag überzeugten die drei Jugendlichen von der Traunegg-Musi die Jury: Markus Schroll an der Tuba, Lukas Kloiber an der Ziach und Katharina Holzner an der Harfe.
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Aus Nußdorf und Traunwalchen kommen die Mitglieder der Buachleitn Musi: Das Quartett besteht aus den Geschwistern Christina (von links), Maria und Andreas Niederbuchner und Markus Lieb.

Traunstein – Mit großer Spannung wurden am Samstagabend die Gewinner des 48. Traunsteiner Lindl erwartet. Am Ende eines langen Tages, der mit dem Vorspielen ab 9.30 Uhr vor der Jury in der Traunsteiner Musikschule begann und mit dem großen Festabend mit mehreren Hundert Zuhörern in der Aula der Berufsschule endete, standen drei Preisträger fest: die Buachleitn-Musi, der Laurenzi-Dreigesang und die Traunegg-Musi.


Durch den Festabend führte der bekannte Volksmusikant und Radiomoderator Hans Auer mit seinem jungen Kollegen Andreas Niedermaier, der an der Musikschule Traunstein Diatonische Ziach und Volksmusik unterrichtet. Zunächst aber überbrachte Oberbürgermeister Christian Kegel die Grußworte und erbat sich einen Moment des Gedenkens an die Opfer der Terroranschläge von Paris, wobei sich das Publikum von seinen Plätzen erhob.

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14 Gruppen waren beim Festabend zu hören

Auf der Bühne waren neben den diesjährigen Teilnehmern des Lindlwettbewerbs auch Gruppen vertreten, die in den vergangenen Jahren mit dem Lindlpreis ausgezeichnet worden sind. Insgesamt waren somit 14 Gruppen zu hören, die abwechselnd ihre Stücke zum Besten gaben. Dass traditionelle alpenländische Volksmusik nach wie vor aktuell ist, bewiesen die überwiegend jugendlichen Teilnehmer des Lindls.

Gegen Ende des Abends stieg dann die Spannung kurz vor der Vergabe der Lindlpreise deutlich an, denn bis dahin wusste noch niemand, wer in diesem Jahr zu den Ausgezeichneten gehören wird.

Mit reinen und kräftigen Stimmen trug der Laurenzi-Dreigesang seine Lieder vor und wurde daher zu Recht mit dem ersten von drei Lindlpreisen ausgezeichnet. Die Freude darüber war bei den Sängerinnen Franziska und Regina Kolb und dem Tenor Christoph Bauer natürlich groß. Das Gesangstrio, das sich erst vor einem Jahr gründete, stammt aus Wiechs bei Bad Feilnbach und Sachrang.

Lob für »saubere und schmissige Volksmusik«

Die nächste ausgezeichnete Gruppe kam aus Nußdorf und Traunwalchen und nennt sich die Buachleitn-Musi. Das Quartett besteht aus den drei Geschwistern Maria, Christina und Andreas Niederbuchner und ihrem guten Freund Markus Lieb aus Traunwalchen. Ihre Besetzung besteht aus Hackbrett, Gitarre, Ziach und Kontrabass. Sie konnten mit ihrer »sauberen und schmissigen Volksmusik« bei der Jury punkten.

Somit war nur noch ein Lindlpreis zu vergeben und der ging an das Trio der Traunegg-Musi. Lukas Kloiber an der Ziach und Markus Schroll an der Tuba werden von Katharina Holzner mit der Harfe begleitet. Die Drei kommen aus Ruhpolding, Inzell und vom Hochberg. Sie haben die Jury durch ihren unbekümmerten, aber trotzdem ausgefeilten Vortrag überzeugt. Darüber hinaus haben sie sich durch ihr junges Alter mit erst 14 bzw. 15 Jahren die Lindlauszeichnung mehr als verdient.

Alle neun Teilnehmer des diesjährigen Traunsteiner Lindl-Wettbewerbs hatten ihr Können bereits tagsüber in der Traunsteiner Musikschule bewiesen. Um 9.30 Uhr begann das Vorspielen vor der Jury. Auch in diesem Jahr hatten sich sechs Kenner der Volksmusik eingefunden, um die Musikanten kompetent zu bewerten, aber auch um ihnen den ein oder anderen Tipp mit auf den Weg zu geben. Unter den Jurymitgliedern waren auch Vertreter aus den Nachbarländern Tirol und Salzburg, wie der bekannte Harfenist Prof. Mag. Peter Reitmeir.

Von großer Aufregung bis zu professioneller Ruhe

So trugen alle Musikgruppen im Laufe des Tages ihre Stücke und Lieder vor, wobei bei manchen die Aufregung in dieser speziellen Vorspielsituation deutlicher erkennbar war, wohingegen andere Teilnehmer eine fast schon professionelle Ruhe ausstrahlten. Aber am Ende konnten sämtliche Musikgruppen die Jury von ihrem Können überzeugen, wenn auch oft auf ganz unterschiedliche Weise.

Einige Gruppen warteten etwa mit seltenen Besetzungen auf, wie die Familienmusik Ossiander aus Freising, ein Duo das mit Akkordeon und Klarinette ganz weiche Klänge erzeugte. Anderen Gruppen trugen ihre Stücke so sauber und schmissig vor, dass es die Jurymitglieder und auch die Zuhörer im Saal fast schon zu einem Tänzchen bewogen hätte.

Nachdem die Wertungsspiele vorüber waren, hatte die Jury die schwere Aufgabe aus den Darbietungen diejenigen herauszufinden, die sich von den anderen abhoben und sich somit die Verleihung des begehrten Traunsteiner Lindl verdient hatten.

Über den Nachmittag hatten die Gruppen noch die Möglichkeit mit den Jurymitgliedern an ihren Stücken und Liedern zu arbeiten. So konnten Erfahrungen ausgetauscht werden und es entstanden hilfreiche und informative Gespräche zwischen den Musikanten und den Mitgliedern der Jury. fb

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