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Drei neue Ehrenmitglieder bei den »Gederern«

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Vorsitzende Lisi Hilger (von links) ernannte Resi Uth, Pfarrer Simon Mösenlechner und Maria Hilger zu Ehrenmitgliedern. (Foto: Adersberger)

Grassau – Ganz im Zeichen von Ehrungen stand die Versammlung beim Jahrtag der Rottauer Trachtler im Vereinslokal Gasthaus Messerschmied. Dabei ernannte Vorsitzende Lisi Hilger Pfarrer Simon Mösenlechner, Maria Hilger und Resi Uth zu neuen Ehrenmitgliedern. Außerdem überreichte Gauvorstand Miche Huber sechs Mitgliedern die Gaunadel, und Vorsitzende Lisi Hilger zeichnete zwei weitere Mitglieder für 25-jährige Treue zum Verein aus.


Drei Kanonenschläge hatten vor dem morgendlichen Gebetläuten den Jahrtag des Trachtenvereins »D'Gederer« Rottau angekündigt. Vom Maibaum marschierten alle örtlichen Vereine mit ihren Fahnenabordnungen, angeführt von der »Dorfmusi«, zur St. Michaelskirche. Dort zelebrierte Pfarrer Simon Mösenlechner den feierlichen Gottesdienst zu Ehren aller verstorbenen Mitglieder, den die »Dorfmusi« mit der Schubert-Messe musikalisch umrahmte. Beim Totengedenken am Kriegerdenkmal im Friedhof ertönten beim Lied »Ich hatt' einen Kameraden« drei Kanonenschläge für alle gefallenen und vermissten Mitglieder.

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Bei der Versammlung blickte die Vorsitzende zurück auf die wichtigsten Ereignisse seit dem Frühjahr. Bei der Gaufrühjahrsversammlung in Rottau bekamen die »Gederer« das Gaufest 2018 einstimmig zugesprochen. Stolz verkündete Hilger, dass der Verein seit Ende April eine dritte Nachwuchsgruppe hat, die »Trachtenzwergerl«. Die jungen Frauen, Heidi Beck, Andrea Hausotter und Nina Adersberger, singen, basteln und spielen mit den Kindern ab etwa drei Jahren.

Mit den Ergebnissen bei den überörtlichen Wettbewerben war Lisi Hilger sehr zufrieden. Beim Sechs-Vereine-Plattln in Grassau belegten die Gruppe und Marinus Zenz jeweils erste Plätze. In der Gaujugendgruppe sind nächstes Jahr Elias Jany und Magdalena Stephan vertreten. Beim Gaupreisplattln belegte die Gruppe wieder den vierten Platz, Florian Kreppert ist wieder Mitglied der Gaugruppe. Zum Mostfest sagte Hilger: »Es war ganz grimmig.« Dann dankte sie den vielen freiwilligen Helfern.

Gauvorstand Miche Huber zeigte sich erfreut, dass er als Rottauer Trachtler als Gauvorstand daheim in Rottau reden darf. Er sagte, es gebe Gauverbände, weil man im Miteinander stärker sei. Ein Vorteil des Chiemgau-Alpenverbands sei es, dass dieser gegen den Trend Zulauf bei den jungen Leuten habe – dank der guten Jugend- und Aktivenarbeit in den Vereinen, ganz besonders in Rottau. Ganz nach dem Gau-Motto »Jung und Oid miteinander« sei das Vereinsleben in Rottau geprägt von einem »generationsübergreifenden Miteinander«.

Für 40 Jahre als aktive Trachtenträger übergab Huber die Gaunadel an Gabi Winklmair, Annemie Winklmair, Miche Sichler, Sepp Sichler, Miche Stephan und Max Winklmair. Die silberne Ehrennadel erhielten Schorsch Hofmann und Hubert Schmid aus den Händen von Lisi Hilger.

Nach den Ehrungen ging Hilger auf die Veranstaltungen im nächsten Halbjahr ein. Zum Erntedankfest mit anschließender Prozession lud sie für kommenden Sonntag ein. Die Rottauer Goaßlschnalzer treten am Sonntag, 2. Oktober, auf der »Oidn Wiesn« in München zum Frühschoppen auf; dieser wird ab 12 Uhr live im Fernsehen übertragen. An vier Terminen im Oktober spielen die Rottauer Theaterer den Bauernschwank »Brautschau im Irrenhaus«. Der Gaujugendtag findet am 23. Oktober in Rottau statt. Der Rauhnacht-Hoagascht ist wieder am Unschuldigen Kindltag, am 28. Dezember. Zwei tolle Veranstaltungen sind für den Fasching geplant: am 4. Februar der »Boarische Fasching« am Faschingssonntag das Ochsenrennen.

Hilger konnte auch vermelden, dass vor einigen Tagen mit den Bauarbeiten für den Stadelanbau begonnen worden ist. Den Rohbau und Anschlüsse finanziert die Gemeinde. Für das Gaufest 2018 ist die Gaufestwiese fertig planiert, weitere Planungen laufen an.

Dritter Bürgermeister Manfred Huber dankte dem Verein für die gute Kinder- und Jugendarbeit, die die Basis für das gute Dorfleben bilde. Mit dem Ausspruch »Brauchtum braucht man« schloss er sich der Predigt von Pfarrer Mösenlechner an. Für das Gaufest versprach er die Unterstützung der Gemeinde und zeigte sich überzeugt: »Des werd' a scheene Sach'!« aj