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Drei Musikgruppen ausgezeichnet

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Auch sie bekamen einen der begehrten Förderpreise: Vereinsvorsitzender und Altoberbürgermeister Fritz Stahl (links), Oberbürgermeister Manfred Kösterke (2. von rechts) und Musikschulleiter Georg Holzner (rechts) übergaben den Gewinn an die Familienmusik Schillinger mit Hans-Georg (von links), Paul, Joseph und Rupert Schillinger. (Foto: Buthke)

Traunstein. »Reich sind diejenigen, die selbst musizieren und singen«. Einige davon, die der Vorsitzende des Vereins »Freunde der Musik – Förderverein der Musikschule Traunstein« und Altoberbürgermeister, Fritz Stahl, damit ansprach, waren in den Alten Ratssaal des Rathauses gekommen, um den zum ersten Mal vom Verein vergebenen Förderpreis für herausragende Leistungen Traunsteiner Musikschüler aus den Händen von Oberbürgermeister Manfred Kösterke, des Vereinsvorsitzenden Stahl und des Musikschulleiters Georg Holzner entgegen zu nehmen.


Musikschule bietet ein breites Spektrum

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Die Preisträger waren Anna-Maria Schuhböck (200 Euro), die »Familienmusik Schillinger« (400 Euro) und die »Jungen Traunsteiner Stadtmusikanten« (600 Euro). Weil Letztere so groß an der Zahl sind, stockte der Oberbürgermeister für sie den Förderpreis um 600 Euro auf.

»Die Musikschule der Stadt Traunstein gehört zu den wichtigsten Kultureinrichtungen der Stadt und der Region. Sie hat in den 35 Jahren ihres Bestehens und Wirkens nichts von ihrer Frische und ihrem Engagement eingebüßt«, sagte Stahl. Durch Unterricht, gemeinsames Musizieren und öffentliches Auftreten bereichere sie die Bildungslandschaft. Auf Anregung von Musikschulleiter Holzner sei der Förderverein im Dezember 2010 gegründet worden, denn das sehr engagierte Handeln der Stadt und des Stadtrats für die musikalische Bildung verdiene ergänzende Unterstützung. »Der Verein hat es sich zur Aufgabe gemacht, vor allem die Freude am Üben, Lernen und Auftreten bei Veranstaltungen zu fördern, denn die Musikschule schenkt auch Gemeinschaft und Lebensfreude«, so der Vorsitzende.

Die Musikschule Traunstein sei umfassend, vielfältig und aufgeschlossen. Sie biete daher ein breites Spektrum. Die Vereinsvorstandschaft und die Musiklehrer hätten deshalb gemeinsam ein Förderprogramm entwickelt. Die Jurymitglieder hätten sachkundig und verständnisvoll geurteilt und nach dem Vorspielabend die Preisvergaben empfohlen. Stahl betonte, dass die Preise für die Teilnahme an Seminaren beziehungsweise für musikalische Kurswochenenden verwendet würden, um die Preisträger musikalisch weiter voranzubringen. Erfreulich zu hören war seine Ankündigung, dass das Förderprojekt dank der Beiträge und Spenden der Vereinsmitglieder und der Förderung durch Sponsoren für das neue Schuljahr 2012/2013 bereits gesichert sei.

Die Geldmittel des Fördervereins dienten nicht dazu, die Stadt zu entlasten, sondern die Musikschule unterstützend zu fördern, betonte auch der Oberbürgermeister. Es gehe nicht nur um die musikalische Spitzen-, sondern auch um die Breitenförderung, die gute Früchte getragen habe. »Leider konnten bei der Förderpreisvergabe nicht alle zum Zug kommen, aber keiner hat verloren.«

»Die Arbeit der Musiklehrer macht sich bezahlt«

Die Qualität der Ausbildung an den Musikschulen sei enorm, dies sehe man in jedem Jahr beim Traunsteiner Lindlsingen und -musizieren. »In der gesamten Breite ist das Niveau sehr hoch geworden. Die Arbeit der Musiklehrer macht sich bezahlt«, sagte er.

Holzner berichtete, dass von den Musiklehrern acht Gruppierungen mit den entsprechenden Begründungen eingereicht worden seien. Davon seien sechs beim Vorspielabend vor die Jury getreten. Schuhböck habe bereits erfolgreich am Bundeswettbewerb »Jugend musiziert« teilgenommen und einen 2. Platz belegt. Die Familienmusik Schillinger stehe für fleißiges Üben und soziale Kompetenz, denn sie sei stets bereit aufzutreten, wenn sie gebraucht werde. Bei den »Jungen Traunsteiner Stadtmusikanten« hätten sich viele junge Musikanten zusammengefunden. Holzner sah in ihnen den kommenden Nachwuchs für die »Stadtmusik Traunstein« von Augustin Spiel. Bjr