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Drei Messtafeln beschlossen

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An der Straße beim Sportplatz soll an der Straßenlaterne eine Geschwindigkeitsanzeige befestigt werden. Diese leuchtet rot auf, wenn die Autofahrer zu schnell unterwegs sind. (Foto: Zehentner)

Kirchanschöring. Zukünftig werden in Kirchanschöring drei Geschwindigkeitsanzeigegeräte rot aufblinken, wenn zu schnell gefahren wird. In der letzten Sitzung vor der Sommerpause beschloss der Gemeinderat diese Anschaffung.


Zwei Systeme werden fest installiert, eine dritte Einheit wird mobil verwendet. Die Tafeln zeigen eine überhöhte Geschwindigkeit durch einen Farbwechsel an und genau so soll auch eine Datenaufzeichnung möglich sein. »Das heißt nicht, dass Kirchanschöring blitzt«, erklärte Bürgermeister Hans-Jörg Birner. Es werde lediglich gemessen, wie viele Autos vorbei fahren und mit welcher Geschwindigkeit. Die Kosten der Tafeln belaufen sich auf circa 6500 Euro.

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Eine Tafel wird auf Höhe des Sportplatzes an der Laufener Straße aufgestellt werden, die andere am Lackenbach im Bereich der Radwegkreuzung. Das bringt nichts, meinte Ludwig Schauer und sprach sich gegen die Anschaffung aus, da der Aufwand seiner Meinung nach dem Nutzen nicht entspreche. Trotzdem stimmte die Mehrheit des Gemeinderats dem Kauf der Anzeigetafeln zu.

Wie bereits schon Fridolfing stimmte auch die Gemeinde Kirchanschöring der Zusammenarbeit in der »Integrierten Ländlichen Entwicklung« (ILE) »Waginger See – Rupertiwinkel« mit der Stadt Tittmoning, dem Markt Waging am See und den Gemeinden Petting, Taching am See und Wonneberg zu. Im ersten Schritt soll ein Konzept erarbeitet werden. Die finanzielle Abwicklung der ILE mit dem Amt für Ländliche Entwicklung, externen Partnern und den Kommunen übernimmt die Gemeinde Kirchanschöring.

Sprecher der ILE ist Kirchanschörings Bürgermeister Hans-Jörg Birner. Mit der Konzeptentwicklung wurde das Büro »Identität und Image« aus Eggenfelden beauftragt. Der Auftragswert beträgt 58 076 Euro. Die Konzepterstellung wird vom Amt für Ländliche Entwicklung mit 75 Prozent, maximal 50 000 Euro gefördert. Die anfallenden Restkosten werden anteilsmäßig zu je einem Siebtel auf die teilnehmenden Kommunen aufgeteilt.

Zwei Anträge waren bei der Bürgerversammlung gestellt worden: eine Tempo-30-Zone in der Lieslmoosstraße und eine Verkehrsbeschränkung für den öffentlichen Feld- und Waldweg zwischen Hipflham und der Mühlenstraße. Bezüglich der 30-km/h-Zone verwies der Gemeinderat auf die bestehende Rechts-vor-links-Regelung, außerdem werde die Straße überwiegend von den Anwohnern genutzt. Daher lehnte der Gemeinderat den Antrag ab. Auch fand die Gemeinde, dass beim Feld- und Waldweg kein hohes Verkehrsaufkommen bestehe. Der Antrag wurde ebenfalls abgelehnt.

Bürgermeister Hans-Jörg Birner verlas zudem ein Schreiben des Landratsamtes zum Antrag der Grundschüler auf einen Fußgängerüberweg an der Laufener Straße. Der Antrag wurde abgelehnt. Die Voraussetzung für einen solchen Überweg ist, dass in der verkehrsstärksten Stunde 50 Fußgänger die Straße überqueren und 200 Fahrzeuge durchfahren. Außerdem ist in der Ortsmitte für die Schüler ein Überweg vorhanden und die Überquerung an der gewünschten Stelle ist für Kinder derzeit durchaus möglich. kmz