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Drei Drachenflugunfälle: Ein Toter, zwei Schwerverletzte

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Einen im Bereich Ruhpolding/Fuchsau abgestürzten Drachenflieger mussten die Einsatzkräfte aus einem Baum retten; der Mann war in mehreren Metern Höhe hängen geblieben. (Foto: Karpf)

Drei schwere Drachenflugunfälle sind am Donnerstag und Freitag im Landkreis Traunstein passiert. Die traurige Bilanz: ein Todesopfer und zwei Schwerverletzte.


Etwa 100 Meter unterhalb des Hochfelln-Gipfels in der Nähe von Bergen stürzte am Freitagmittag ein Drachenflieger ab. Einsatzkräfte, die der Helikopter an den Absturzort brachte, konnten nur noch den Tod des Piloten feststellen; seine Identität stand bei Redaktionsschluss noch nicht sicher fest. Mit hoher Wahrscheinlichkeit handelt es sich aber laut Polizei um einen Mann mittleren Alters, der im Chiemgau Urlaub machte.

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Zu einem weiteren schweren Unfall kam es nur kurze Zeit später im Bereich Ruhpolding/Fuchsau. Der dort abgestürzte Drachenflieger, ein 59-jähriger Münchner, hing beim Eintreffen der Rettungskräfte in einigen Metern Höhe in einem Baum. Mit schweren Verletzungen konnten die Einsatzkräfte den Mann bergen und ins Klinikum Traunstein bringen. Im Einsatz war auch die Freiwillige Feuerwehr Ruhpolding.

Erster Unfall passierte bereits am Donnerstag

Ein weiterer Drachenflieger war bereits am Donnerstagnachmittag bei Piesenhausen abgestürzt. Der 54-jährige Mann aus Baden-Württemberg kam mit schweren Verletzungen ins Krankenhaus. Er war mit seinem Hängegleiter an der Bergstation der Hochplattenbahn gestartet. Bei sonnigem Wetter geriet er kurz vor seiner Landung aus noch ungeklärter Ursache stark ins Trudeln und stürzte schließlich aus etwa zehn Metern Höhe auf eine Wiese.

Auch zwei Gleitschirmunfälle

Schlagzeilen machten zudem zwei schwere Gleitschirmunfälle. Bei einem Unfall am Donnerstag in Kössen wurde ein 65-Jähriger schwer verletzt. Der Deutsche wurde auf rund 1100 Metern Höhe von einer Windböe erfasst, verlor die Kontrolle über seinen Schirm und stürzte hart auf einem Almboden auf. Der Wirt der nahe gelegenen Scheibenwaldhütte beobachtete den Unfall und rief die Rettungskräfte. Der 65-Jährige wurde nach der Erstversorgung mit dem Notarzthubschrauber in die Klinik nach Rosenheim geflogen.

Eine 23-Jährige stürzte außerdem am Freitagnachmittag im Bereich Brauneck bei Lenggries auf einem Landeplatz aus relativ geringer Höhe ab und verletzte sich dabei am Rücken und Gesäß. Auch sie kam in ein Krankenhaus.

Flugsachbearbeiter der Polizei versuchen derzeit in Zusammenarbeit mit Alpinbeamten, die Absturzursachen zu klären. fb