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Drei Bauern und ein Baby

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Wem gehört nun dieses Baby,  das  fragen  sich Xaver (Klaus Kirchleitner), Bauer (Bert Küfner), Kathi (Andrea Hagl) und Bauernsohn Georg (Hans Hofmann).

Grassau – Ob sich nun Mehl wirklich als Babypuder eignet, ist eine der Fragen, die im neuen Theaterstück »Drei Bauern und ein Baby« der Grassauer Bauernbühne während der Premiere geklärt wurden.


Mit diesem Schwank von Jürgen Schuster amüsierten die acht Theaterspieler überaus gekonnt und ernteten langanhaltenden Beifall. Das Publikum im vollen Heftersaal war begeistert und quittierte die Leistung der Spieler auch mit reichlich Szenenbeifall.

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Die Geschichte ist einfach: Nach dem Tod der Bäuerin bewirtschaftet Josef Burger (Bert Küfner) mit seinem Sohn Georg (Hans Hofmann) und dem Knecht Xaver (Klaus Kirchleitner) den Hof alleine. Unterstützt werden die drei von Georgs Freundin Kathi (Andrea Hagl). Allerdings ist das Verhältnis der beiden ohne Trauschein im Dorf Gesprächsthema und die Dorfratschen und Kramerin Zenz (Renate Halbmayer) sorgt mit bissigen Kommentaren für Unfrieden. Als die Postbotin Lena (Sonja Hofmann), übrigens nicht nur gut im Zustellen sondern auch beim Schnapstrinken, mit einem Brief erscheint, ändert sich das Leben auf dem Hof. Die ungeliebte, resolute Schwester des Bauern, Theres Böck (Hanna Küfner), hat ihr Kommen angemeldet. Würde dies nicht schon allein für Aufregung sorgen, findet der Knecht Xaver auch noch ein Baby im Stall. Aus einer Nachricht im Korb des Findelkindes wird deutlich, dass einer der drei Männer der Vater des Kindes ist. Nur wer, das geht aus der Notiz nicht hervor.

Die erfahrenen Spieler begeisterten. Klaus Kirchleitner brillierte in der Rolle des linkischen Knechts, während Renate Halbmayer als Zenz mit viel Mimik und Stimme als Ratschen überzeugte und für Lacher sorgte. Hanna Küfner stand die Rolle als resolute, herrische Städterin, die die Männer voll im Griff hat, und Andrea Hagl gefiel als verständnisvolle Freundin. Bert Küfner, teils mürrisch, mimte hervorragend den erfahrenen Großvater. Nur kleine, aber dennoch nicht unbedeutende Rollen hatten Sonja Hofmann, die als Postbotin, hier ein besonderes Lob an die Maske, für Begeisterung sorgte, sowie Regina Petermüller, die als letzte auf den Hof kam. Regie führte Theo Steininger. Ihm gelang es, Aktion auf die Bühne zu bringen und seine Darsteller perfekt zu führen. Als Souffleuse agierte Monika Noichl und für die Maske war Greti Strehhuber zuständig. Das Bühnenbild oblag Günther Schmuck.

Wer die Premiere verpasst hat, für den bieten sich am Freitag sowie am 19. und 27. Januar, jeweils um 20 Uhr, außerdem am 14. Januar um 17 Uhr im Heftersaal weitere Möglichkeiten, das Stück zu sehen. Karten gibt es an der Abendkasse wie auch in der Tourist-Information (Telefon 08641/69 79 60). tb