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Drei alte Gebäude wurden abgerissen

Traunreut. Neben den Straßenbaumaßnahmen in der Stadt Traunreut, laufen auch die Vorbereitungen für den Bau von zwei neuen Kindertagesstätten und ein Alten- und Pflegeheim. Auf dem Gelände der Jugendsiedlung an der Adalbert-Stifter-Straße wurden drei alte Gebäude abgerissen, die zum Teil noch aus der »Muna«-Zeit, also aus den 1950-er Jahren, stammten. Auf diesem Grundstück entsteht ein Alten- und Pflegeheim, daneben baut die Jugendsiedlung ein »Haus für Kinder«.

Unweit davon entfernt, soll im Lauf der nächsten Wochen auch das Grundstück für eine weitere städtische Kinderkrippe hergerichtet werden. Die Erdarbeiten für den Neubau sollen in der Sitzung des Bauausschusses am nächsten Mittwoch um 16 Uhr im Sitzungssaal an eine Firma vergeben werden. Wie Bürgermeister Franz Parzinger gestern dem Traunsteiner Tagblatt sagte, soll der Spatenstich auf dem Grundstück Ecke Traunring/Brandenburger Straße am 19. September stattfinden. Mit diesen weiteren 50 Krippenplätzen und den 36 Plätzen, die dann im »Haus für Kinder« zur Verfügung stehen, dürfte nach Parzingers Bekunden der Bedarf an Krippenplätzen für die nächsten Jahre gedeckt sein.

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Beide Einrichtungen wollen im Herbst nächsten Jahres zum Kindergartenjahr 2013/2014 in Betrieb gehen. Baubeginn für die Kindertagesstätte sei Anfang Oktober, so Mehler. Das »Haus für Kinder, in dem auch 50 Kindergartenplätze entstehen, beinhaltet einen ausgesprochen integrativen Ansatz. Das heißt, dass hier sowohl in Kindergarten wie -krippe Buben und Mädchen mit und ohne Behinderungen betreut werden sollen. Es werden hier nicht reine Kindergarten- oder Krippenplätze entstehen, sondern flexible Räume, die nach Bedarf genutzt werden können. Damit will die Jugendsiedlung, die seit Jahrzehnten versucht, die Jugend in die Arbeitswelt zu integrieren, eine Einrichtung zu schaffen, die die Kinder von Anfang an bis zum 6. Lebensjahr besuchen können. Durch die Konstellation bietet sich auch an, dass sich die Kinder nach der Krippenzeit nicht auf neue Gebäude oder Bezugspersonen einstellen müssen. Zwei Drittel der Kosten für das Haus, das laut Mehler in Holzbauweise ausgeführt wird, wird die Stadt Traunreut übernehmen. Etwa ein Drittel erhofft sich die Jugendsiedlung vom Bund.

Zeitgleich mit dem Bau des Kinderhauses entsteht auf dem Grundstück ein Alten- und Pflegeheim mit rund 100 Betten. Laut Mehler wolle die Betreiber-Firma »Pur Vital« noch im September mit den Arbeiten loslegen. Am gestrigen Freitag herrschte auf der Abbruch-Baustelle Hochbetrieb. Um möglichst wenig Staub aufzuwirbeln, wurden die Abbrucharbeiten mit Wasserfontänen begleitet. Unter den Augen von Passanten, wurden die drei früheren Wohnheime der Jugendsiedlung dem Erdboden gleich gemacht. Über 50 Jahre haben die Gebäude die Adalbert-Stifter-Straße und die Einrichtung als solche geprägt. »Eine Sanierung der Gebäude hätte sich rein wirtschaftlich und auch aus energetischer Sicht nicht mehr rentiert«, so Mehler. Trotzdem, so fügte er an, »verabschieden wir uns schweren Herzens von den Gebäuden, die seit Jahrzehnten für viele Jugendliche auch ein Zuhause waren.« Ersatz wurde mit dem Bau eines neuen Schülerheims auf dem Gelände der Jugendsiedlung am Frühlinger Spitz geschaffen. Im Juli dieses Jahres sind die Bewohner in das neue Heim umgezogen. ga