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Dr. Hans Straßer verabschiedet sich in den Ruhestand

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Martina Löschberger überreichte Dr. Hans Straßer bei der Feierstunde in Traunreut die offizielle Verabschiedungsurkunde der Regierung von Oberbayern. (Foto: Mix)

Traunreut. Dr. Hans Straßer, Leiter des Wilhelm-Löhe-Förderzentrums, wurde im großen Kreis seiner Wegbegleiter in den Ruhestand verabschiedet. Der Pädagoge leitete seit 1995 die Förderschule und setzte sich all die Jahre mit großem Engagement für die Kinder und Jugendlichen mit besonderem Förderbedarf ein. Der Abschied fiel dem scheidenden Schulleiter sichtlich schwer.


Hans Straßer, geboren 1947, wuchs im Chiemgau auf, absolvierte sein Studium fürs Lehramt Volksschule in München und war seit 1972 als Lehrer im Dienst. Wenige Jahre nach seinem ersten Abschluss hängte er von 1974 bis 1976 noch ein Studium der Sonderpädagogik an und arbeitete ab 1977 als Sonderschullehrer an der Wilhelm-Löhe-Schule in Traunreut.

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1986 promovierte er mit einer Doktorarbeit zum Thema »Erziehungskunde in der Schule für Lernbehinderte«, wurde später Sonderschulkonrektor an der Landesschule für Körperbehinderte in München und kehrte 1995 als Schulleiter an die Traunreuter Schule zurück, die er in den letzten 18 Jahren mit viel Herz und großem Engagement führte, wie aus den Reden anlässlich seiner Verabschiedung deutlich wurde.

Regierungsschuldirektorin Martina Löschberger betonte in ihrer Laudatio, dass die Tätigkeit eines Lehrers immer Verständnis fordere. Der Leiter einer Förderschule müsse zudem »Anwalt der Schüler« sein und in der Umwelt Verständnis für die Schüler mit Förderbedarf aufzubauen versuchen. Straßer sei dies stets auf hervorragende Art und Weise gelungen. Martina Löschberger überreichte dem scheidenden Schulleiter die offizielle Verabschiedungsurkunde im Namen der Regierung von Oberbayern.

Unter anderem verabschiedete sich auch Bürgermeister Franz Parzinger von Hans Straßer. »Mit ihnen verliert diese Schule einen engagierten Sozialpädagogen und Schulleiter mit viel Kompetenz, Weitblick und Ausdauer, der das Wichtigste nie aus den Augen verloren hat, nämlich die ihm anvertrauten Schüler.« Der stellvertretende Landrat Sepp Konhäuser dankte dem Schulleiter im Namen des Landkreises für sein langjähriges Wirken. Er habe nicht nur dafür gesorgt, dass die Schüler individuell gefördert wurden, sondern auch dafür, dass sich ihr Herz und Charakter entwickelten.

Der Geschäftsführer des Diakonischen Werkes Traunstein, Thomas Zugehör, hatte zum Abschied ein Gedicht verfasst, in dem die Charakterzüge von Straßer aufgeführt wurden. Er schloss mit der Frage, was den Schulleiter so einzigartig mache: »Das sind auf jeden Fall über 20 Jahre engagierten, professionellen und kompetenten Dienstes für Regierung und Diakonie.«

Die Kinder des Wilhelm Löhe Förderzentrums verabschiedeten ihren Schulleiter mit Tanz, Gesang und mehreren Einlagen. Der Vorstand des Diakonischen Werkes veranstaltete ein witziges Ratespiel mit ihm und die Lehrerkollegen blickten in Form eines netten Sketches und Kurzfilmes auf die Zeit mit ihrem Chef zurück. Straßer selber war sichtlich gerührt und die Verabschiedung schien ihm sehr nahe zu gehen. mix