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Dr. Elmar Walter ist neuer Orff-Vorsitzender

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Vorstandswechsel beim Verein Orff ’95: Neuer Vorsitzender ist Dr. Elmar Walter (vorne Mitte), Stellvertreter Mathias Mollner (vorne rechts), Vorsitzender des neu formierten Kuratoriums Markus Lentz (vorne links). In der mittleren Reihe (von links) der bisherige Vorsitzende Hans-Bernhard Kesy und die »graue Eminenz« Hans Lauber, hintere Reihe Vertreter von Mitgliedsvereinen (von links): Andreas Wimmer, Adalbert Huber und Manfred Berger. (Foto: H. Eder)

Traunreut. Einen prominenten »Fang« hat der Verein Orff ‘95 gemacht: Neuer Vorsitzender ist der Traunwalchener Dr. Elmar Walter, Leiter der Abteilung Volksmusik des Bayerischen Landesvereins für Heimatpflege. In der Mitgliederversammlung wurde er einstimmig zum Nachfolger von Hans-Bernhard Kesy gewählt, der sein Amt aus gesundheitlichen Gründen hatte ruhen lassen müssen.


»Fachleute sollen ihre Gedanken einbringen«

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Zweiter Vorsitzender ist Mathias Mollner, Kassier Gerhard Neuhauser und Schriftführerin Katharina Lauber. Der Verein sieht sich, wie Hans Lauber, Initiator und »graue Eminenz« des Vereins, zusammenfasst, als Dachverband einer Reihe von Vereinen, die sich der Musik und Kultur der Region gewidmet haben. Mitglieder sind unter anderem die Carl-Orff-Schule, die Sing- und Musikschule, die Blaskapelle, das Rupertiorchester, die Chorfreunde, neuerdings die Theaterfabrik Traunreut und die Musikkapelle Nußdorf.

Kesy nannte es als Ziel des Vereins, »Orffmusik, Theater und Tanz hier bei uns entstehen zu lassen. Fachleute sollen dann ihre Gedanken einbringen können, um zu verschönern und zu erweitern«. Um die Mitwirkung von Fachleuten auf eine breitere Basis zu stellen, ist der Vorstandschaft von Orff ‘95 jetzt auch ein Kuratorium zur Seite gestellt. Dessen Vorsitzender ist der frühere Traunwalchner Musikschulleiter Markus Lentz, der vor einigen Jahren auch selbst Orff-‘95-Vorsitzender war. Weitere Mitglieder des Kuratoriums sind die Grafen zu Toerring-Jettenbach, Ortsheimatpfleger Hans Danner, der Nußdorfer Bürgermeister Hans Gnadl, Michael Baur, Rektor der Carl-Orff-Schule Dießen, sowie Hans-Bernhard Kesy, Manfred Hausotter, Christiane Makulik und Richard Kalahur. Ein Vertreter der Stadt Traunreut soll noch angefragt werden.

In seinem Rückblick ließ Kesy einige Ereignisse des Vereinsjahres 2012 Revue passieren. Dabei gab es unter anderem die Verleihung der Orff-Medaille und Ansätze zur Koordination eines gemeinsamen Orff-Projekts der Schulen im Stadtgebiet: Dies konnte aber wegen Kesys Erkrankung nicht zu Ende gebracht werden.

Musikkapelle Nußdorf aufgenommen

Als neue Mitglieder in den Verein Orff ’95 wurden die Theaterfabrik Traunreut und die neu formierte Musikkapelle Nußdorf aufgenommen. Die Vorsitzenden Mathias Mollner und Andreas Wimmer hatten ihre Vereine kurz vorgestellt. Die rund 50 Musiker der Nußdorfer Kapelle hätten so gut wie alle ihre Wurzeln in Schule und Musikschule Traunwalchen, so Wimmer. Und Mollner verwies auf viele Veranstaltungen, die die Theaterfabrik in Pertenstein bereits organisiert hat. »Unser Part könnte sein, die technischen Rahmenbedingungen zu schaffen«, sagte Mollner, denn die Ansprüche der Leute seien stark gestiegen, man müsse die Messlatte immer höher legen.

Der neue Vorsitzende Dr. Elmar Walter stellte fest, dass er, in Traunwalchen aufgewachsen, von hier viel mitgenommen habe für seine berufliche Laufbahn. Er freue sich, gerade da er jetzt nicht mehr in Traunwalchen wohne, dazu beitragen zu können, dass das, was ihn geprägt habe, auch andere präge. Und auch beruflich spiele Orff eine Rolle für ihn für seinen Lehrauftrag am Mozarteum, in dem Orff ein wichtiger Teil sei. Zunächst aber wolle er sich in Sachen Orff ’95 alles in Ruhe anschauen und die notwendigen Gespräche führen.

Hans Lauber stellte in Aussicht, dass heuer ein griechisches Ensemble unter Leitung von Janis Kaimakis und eine Bläsergruppe unter Leitung von Stefan Schilcher unter der Schirmherrschaft von Orff ’95 im Marstallsaal des Schlosses auftreten werden. Auch die Verleihung der Orff-Medaille an begabte Nachwuchsmusiker sollte wieder forciert werden, regte Manfred Hausotter noch an. he