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Dorfplatzgestaltung auch Thema im Pfarrgemeinderat

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Ein Blick auf Otting aus der Luft mit den beiden möglichen Ortszentren: unten der Bereich um den Pfarrhof, oben der Bereich um Oberwirt und Lagerhaus. (Foto: Unterhauser, www.luftbild-traunstein.de)

Waging am See – Um ein politisches Thema ging es in der jüngsten Sitzung des Ottinger Pfarrgemeinderats: um die in der Gemeinde andiskutierte Dorfplatzgestaltung von Otting.


Der Ottinger Gemeinderat Martin Dandl berichtete, derzeit sei eine Vorplanung in Arbeit, die bald öffentlich präsentiert werde. Dabei appellierte Dandl an den Pfarrgemeinderat, sich bei der Versammlung einzubringen.

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Schon 2015 stand das Thema Dorfplatz einmal auf der Agenda, sei dann aber »wieder in die Schubladen gelegt worden«. Neu aufgegriffen wurde es von den Freien Wählern bei einer Versammlung zum Thema. Dabei war bereits klar, dass das Amt für ländliche Entwicklung grundsätzlich eine rund 50-prozentige Förderung des Projekts in Aussicht gestellt habe.

Daraufhin habe die FW den Antrag im Gemeinderat eingebracht, die Sache nochmals aufzurollen. Jetzt arbeite ein Architekturbüro an einem Vorentwurf. Knackpunkt der Vorabdiskussionen ist offenbar die Frage nach dem Dorfmittelpunkt: oben beim Oberwirt, wo das alte Lagerhaus, das der Gemeinde gehört, abgerissen werden könnte, oder unten beim Pfarrhof zwischen Pfarrstadel und dem alten Rossstall, für den händeringend eine Lösung gesucht wird, um ihn zu erhalten. Denn man könne ihn nicht einfach zusammenfallen lassen, wie Pfarrgemeinderats-Vorsitzender Manfred Stöger anmerkte.

Dabei herrsche offenbar die Meinung vor, dass unten mit wenig Aufwand etwas Schönes geschaffen werden könnte, so Dandl. Hier könne sicher ein »superschöner Platz« gestaltet werden zwischen Pfarrhof und dem alten Backofen. »Oben« dagegen müsste wohl ordentlich Geld in die Hand genommen werden, sicher mindestens eine Million Euro – was trotz Förderung noch viel Geld für die Gemeinde wäre.

Demnächst sei noch ein Treffen mit Pfarrer Andreas Ager geplant. Für oben spreche auch die Tatsache, dass im alten Lagerhaus etliche Vereine ihre Utensilien gelagert haben, etwa der Theaterverein. Und es sei nicht anzunehmen, dass die Theaterer begeistert wären, nach unten umzuziehen, wo ihre Spielstätte, der Oberwirt, oben liege.

Dort hätte die Gemeinde die Gestaltung in der Hand, weil es sich um gemeindlichen Grund handle, während unten mit der Kirche als Grundbesitzer verhandelt werden müsse. Zudem gebe es wohl im Gemeinderat Tendenzen, hinter dem Lagerhaus vielleicht noch den einen oder anderen Bauplatz auszuweisen; Dieses Bestreben werde allerdings laut Dandl von den Ottinger Gemeinderäten nicht geteilt. Was aber in jedem Fall getan werden sollte, wäre eine Auflösung der jetzigen Betonwüste zwischen Wirt und Lagerhaus, meinte er.

Ein weiterer Punkt betrifft die Schaffung einer Nahwärme-Lösung für Schule, Turnhalle und Pfarrhof. Auch hier ist laut Dandl eine Rentabilitätsstudie in Arbeit, die im Oktober fertig werden solle. Allerdings sei bei einer Umfrage vor etlichen Jahren das Interesse an einem Anschluss nicht groß gewesen.

Im Pfarrgemeinderat wurden die Ausführungen ohne viele Kommentare zur Kenntnis genommen. Vorsitzender Stöger meinte: »So pressiert das auch wieder nicht. Lass ma uns überraschen!« Für ihn wäre es schon ein Fortschritt, wenn unten beim Pfarrhofumfeld etwas aufgekiest würde; dann wären hier noch etliche dringend benötigte Parkplätze möglich.

Zum Schluss versicherte Dandl noch, dass nichts gemacht werde, was die Bürger nicht wollten: »So eine Maßnahme geht nur mit den Bürgern. Wenn die Ottinger wollen, dass alles so bleibt, wie es ist, ändert sich auch nichts.« he