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Dorferneuerung: Unverdient nur Zweiter

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In Raiten erstrahlt der Dorfplatz mit kleinem Biergarten vor dem Gasthof »Post« nach den Umbaumaßnahmen in neuem Glanz. (Foto: Reichenbach)

Schleching. Auf der Bürgerversammlung hielt der Vorstandsvorsitzende Peter Oster, Amt für Ländliche Entwicklung Oberbayern, Rückblick und Vorschau auf die Dorferneuerungsverfahren, die 2013 zum größten Teil vollendet werden. Höhepunkt des Jahres war die Verleihung des Europäischen Dorferneuerungspreises »Der Zukunft auf der Spur«. Schleching sei unverdient »nur« Vizemeister geworden. Oster würdigte den enormen Einsatz der Bürger. Mit Fotos ließ Oster das Ereignis Revue passieren.


Historische Gebäude mit Hoftafeln versehen

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Der Rundgang der Jury habe ihn dazu angeregt, in das Tourismusprogramm für Gäste und Einheimische einen Rundgang zur Geschichte der Höfe vorzuschlagen, so Oster. Die historischen Gebäude sind inzwischen fast vollständig mit Hoftafeln versehen. Nach den Hoftafeln wurden in diesem Jahr in der Dorferneuerung Schleching III mit Unterstützung von Heimatpfleger Hartmut Rihl und Altbürgermeister Fritz Irlacher die ersten drei Hinweisschilder für historische und bemerkenswerte Objekte fertiggestellt. Der Deichelweiher, in dem früher die hölzernen Wasserrohre gewässert wurden, ist umgeben von seltenen Pflanzen und liegt nach historischen Funden am früheren Saumweg. Ein weiteres Schild befasst sich mit der Geschichte des Kalkofens in Ettenhausen, des Kalkbrennens und der Kalknutzung. Dass inzwischen viel über Funde aus früherer Zeit bekannt ist, verdankt Schleching den Hobbyarchäologen Hartmut Rihl und Emil Huber. Die Hinweistafel »Am Toten Mann Bach« befasst sich mit diesem Thema.

Die Machbarkeitsstudie für den Dorfladen wurde in der Dorferneuerung vom Amt für Ländliche Entwicklung mit 50 Prozent gefördert. Die Studie ergab die Aussage, dass in Schleching ein Laden tragbar ist. Entscheidend sei das Kaufverhalten aller Bürger, betonte Oster. Das Energiekonzept im Projekt Integrierte Ländliche Entwicklung (ILE) Achental fördert das Amt für Ländliche Entwicklung Oberbayern mit 75 Prozent. Die Planung für 2013 sieht vor, die Gebäudedämmung am Bürgerhaus in Schleching bis zum Jahresende abzuschließen. Mit dem »Stoamandlweg« soll ein Naturlehrpfad entstehen. Mit Einwilligung der Anlieger könnte der Landerhausener Weg neu gestaltet werden. Außerdem folgt noch die Bodenordnung Ettenhausen.

In Raiten wurde im Bereich des Rückbaus der Bundesstraße und des Dorfplatzes erneut vermessen. Der einzige Widerspruch gegen den Flurbereinigungsplan Raiten wurde behandelt und zurückgenommen. Nach der Änderung des Planes folgt nun die Ausführungsanordnung. Danach gehen die Unterlagen an das Grundbuchamt und das Vermessungsamt.

Neue Broschüre mit Zahlen, Daten und Fakten

Nach dem Abriss des kleinen Feuerwehrhauses hat der Dorfplatz Raiten mit dem Kneippbecken am Raitener Bach ein ansprechendes, neues Gesicht mit Bepflanzung und kleinem, mit Buchenhecke abgegrenzten, Biergarten erhalten. Der aufwändige Bau des Kirchweges mit Oberflächenentwässerung ist fertiggestellt. Im kommenden Frühjahr steht noch die Schlussfeier an. In einer neuen, reich bebilderten Broschüre, herausgegeben vom Amt für Ländliche Entwicklung Oberbayern, den Teilnehmergemeinschaften und der Gemeinde Schleching sind nicht nur die Geschichte, Zahlen und Fakten, sondern die gesamte Chronik der Dorferneuerungsverfahren seit 1989 enthalten. Die Broschüre liegt in der Gemeinde auf.

Bürgermeister Josef Loferer nannte den Vorsitzenden Oster einen »absoluten Glückstreffer« für die Dorferneuerung. Oster begleitet die Verfahren seit 2000. bre