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Doppeljubiläum in Seebruck: Pfundig war's

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Sandra Klinger (links) übergab ein Erinnerungsband an die Freiwillige Feuerwehr Seebruck, Martina Heistracher (rechts) hatte das Erinnerungsband für den Veteranen- und Kriegerverein.
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Schirmherr und Bürgermeister Konrad Glück (von rechts) marschierte der Freiwilligen Feuerwehr Seebruck voraus.
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Der Veteranen- und Kriegerverein beim Festzug zum Seebrucker Doppeljubiläum. (Fotos: Humm)

Die Jubiläumsfeierlichkeiten hatten mit dem »Tag der guten Nachbarschaft« am Freitag begonnen und gingen am Samstag mit dem Festabend in der großen Halle in der Pullacher Straße weiter. Zur Unterhaltung spielte am Festabend die Jugendblaskapelle Seeon unter Leitung von Uwe Heymann auf. Danach feierten alle gemeinsam beim Weinfest. Vor dem Festabend hatte ein Standkonzert mit der Jugendblaskapelle Seeon am Rathaus stattgefunden. Danach erfolgte das Totengedenken mit Kranzniederlegung am Kriegerdenkmal.


Vereine für ihren Einsatz und ihre Verdienste gelobt

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Mit der Festmesse im Chiemseepark und dem sich anschließenden Festzug durch den Ort Seebruck ging das gemeinsam veranstaltete Fest am gestrigen Sonntag zu Ende. Bürgermeister Konrad Glück, der auch Schirmherr war, würdigte in seinem Grußwort das ehrenamtliche Engagement der beiden Vereine. Veteranen-Gauvorstand Michael Bernauer betonte die Wichtigkeit über das Vorhandensein der Krieger- und Soldatenkameradschaften und der Veteranen; sie würden im friedlichen Miteinander die Kameradschaft und die Wertschätzung für Menschen untereinander praktizieren. Kreisbrandmeister Christian Schnebinger lobte die hervorragende Arbeit der Freiwilligen Feuerwehr Seebruck.

Herrlich anzuschauen war der Kirchen- und der sich anschließende Festzug durch Seebruck. Der Gesamtzug war auf drei Züge aufgeteilt. Sie wurden von Festleiter Hans Heis-tracher, Andreas Daxenberger und von Sepp Heistracher und den Musikkapellen aus Chieming, Seeon und Obing angeführt. Die Ehrengäste marschierten mit, auf den Festwagen befanden sich ältere Teilnehmer. Insgesamt beteiligten sich 45 Vereine.

Pfarrer Hans Huber hielt zusammen mit Diakon Georg Oberloher im feierlichen Rahmen die Feldmesse ab, die musikalisch von der Chieminger Musikkapelle gestaltet wurde. Der Geistliche segnete die Erinnerungsbänder des Doppeljubiläums, die die Gemeinde Seeon-Seebruck gestiftet hat.

Veteranenvorstand Erwin Heistracher und Feuerwehrvorstand Franz Heistracher hatten beim Festabend am Samstag auf die Geschichte ihres Vereins zurückgeblickt. Die Chronik der Feuerwehr erinnerte an die Gründung vom 2. Mai 1882 mit 87   Gründungsmitgliedern. Als Meilenstein in der Feuerwehrgeschichte wurde das Jahr 1978 herausgestellt. In diesem Jahr wurde das Feuerwehrgerätehaus an der Pullacher Straße, mit Hilfe der Gemeinde und der vielen freiwilligen Helfer erbaut. Ein weiterer Höhepunkt war das Jahr 2009, als man nach 31 Jahren ein hochmodernes Löschgruppenfahrzeug anschaffen konnte. Die Freiwillige Feuerwehr Seebruck zählt heute 124 Mitglieder, davon sind 43 aktiv.

Eine Besonderheit beinhaltete die Chronik des Veteranen- und Kriegervereins Seebruck: Pfarrer Jakob Weyerer bekam bereits im Gründungsjahr 1912 die Ehrenvorstandschaft verliehen als Dank für seine großen Verdienste um das Zustandekommen der Vereinsgründung. 1954 verstarb Weyerer, der den Verein über 40 Jahre an vorderster Front begleitete. 1995 wurde Karl Hartl zum Vorsitzenden gewählt. Er löste Peter Stocker ab, der zwischenzeitlich Gauvorstand geworden war. 2010 folgte Erwin Heis-tracher als Vorsitzender. Den Seebrucker Veteranen gehören derzeit 103 Mitglieder an, neun davon besitzen die Ehrenmitgliedschaft, 87 sind Reservisten und sieben Personen Fördermitglieder. (Ein Bericht über Ehrungen beim Doppeljubiläum folgt.) OH