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Diskussionen um das »Welttheater«

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Traunreut. Die Aufführung des »Welttheaters« in Baumburg war das Hauptthema bei der Hauptversammlung des »Theaterchen O«. Vorsitzender Robert Schröder meinte, es sei dies ein sehr großes Projekt gewesen, das viele Kräfte gebunden habe: »Es war ein tolles, starkes Stück«, sagte er. Beim Publikum sei das »Welttheater« zwar sehr gut angekommen, aber wegen des wechselhaften Wetters hätten die Besucherzahlen zu wünschen übrig gelassen. Auch stehe der Zuschuss des Landkreises noch aus, sodass bisher auch die Aufwandsentschädigungen für die Schauspieler nicht ausgezahlt werden konnten.


Ob dieses Stück noch einmal gespielt werde, wollte Kirsten Benekam wissen. Die Frage sei, so Schröder, »ob wir die Kraft und Kapazität dazu haben, aber wenn‘s geht, gern nochmals«. 75 Personen unter einen Hut zu bekommen, werde wohl nicht so einfach sein, meinte der Vorsitzende. Benekam meinte, dass von den meisten Spielern große Bereitschaft da wäre, das »Welttheater« erneut aufzuführen.

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Jürgen Hilse sagte, die »Welttheater«-Aufführung sei bisher noch in keiner Weise reflektiert worden und jetzt solle schon wieder drüber nachgedacht werden, es nochmals zu spielen. Auch Margret Ficker hatte beim Abschlussfest zum »Welttheater« ein Fazit der Spielzeit vermisst. Diese Meinung teilten mehrere Mitglieder, auch wenn Einigkeit darüber bestand, dass es ein schönes Fest gewesen sei.

Schröder vertröstete auf den 13. November. Für diesen Tag hat er ein zweiteiliges Treffen im Trostberger Kino vorgesehen: Zum einen werde er dabei seinen Film vorstellen, das »Making of« des »Welttheaters«, zum anderen werde er die Regisseurin des nächsten Stücks, das aber noch nicht feststehe, vorstellen, nämlich Marika Rockstroh.

Im Rahmen der Diskussion kam heraus, dass einerseits Schröder gern mehr Mithilfe seiner Leute sehen würde, diese sich aber ihrerseits zu wenig dazu angesprochen und informiert fühlten. Die frühere Vorsitzende Berta Berthold schlug vor, für einzelne Projekte Arbeitskreise einzurichten.

In seinem Jahresbericht blickte Robert Schröder zunächst auf das Jahr 2011 zurück. »Drei sehr schöne Projekte und tolle Stücke« habe es das gegeben: »Die gelehrten Frauen« unter der Regie von Klara Miller-Führen, »Amadeus« mit Dieter Bommer und das Märchen für Kinder »Der Goldene Brunnen«, das Gerhard Ficker einstudiert hatte. Darüber seien vom »Theaterchen O« ein Schmink- und Frisier- sowie ein Sprechkurs angeboten worden. 2012 habe es wegen des Großprojekts »Welttheater« kein Frühjahrs- und auch kein Herbststück gegeben. Allerdings stehe heuer noch ein Kindertheater auf dem Programm.

Für das kommende Jahr ist neben dem noch nicht feststehenden Frühjahrsstück auch ein Vereinsausflug nach Einsiedeln in der Schweiz auf der Vorschlagliste, wo man eine Aufführung des original »Welttheaters« besuchen will. Und im Herbst 2013 sei nach den Vorstellungen von Regisseur Dieter Bommer eine Inszenierung des Brandner-Kaspars ein mögliches Projekt. Das hielten etliche Mitglieder für keine so gute Idee, da dieses Stück gerade sehr häufig gespielt werde. Außerdem will sich das »Theaterchen O« auch an den oberbayerischen Kulturtagen beteiligen. Berta Berthold erinnerte daran, dass für 2013 eigentlich auch das 30-jährige Bestehen des Theaterchens anstehe.

Für die verhinderte Kassenverwalterin Uschi Hefele trug Berta Berthold den Kassenbericht vor. Die Einnahmen in Höhe von 28 900 Euro setzen sich vor allem aus Eintrittsgeldern, Zuschüssen der Stadt (12 000 Euro) und Mitgliedsbeiträgen zusammen. Die Ausgaben von 31 847 Euro beinhalten unter anderem Aufwandsentschädigungen für Schauspieler und Regie, die Kosten für das k1 und Produktionskosten. Daraus ergibt sich ein Minus von knapp 3000 Euro, was das nach wie vor ansehnliche Vermögen etwas verkleinert.

Bürgermeister Franz Parzinger dankte dem »Theaterchen O« für sein Engagement mit vielen hervorragenden Produktionen. Er freue sich, dass sich das »Theaterchen O« auch an den Oberbayern Kulturtagen des Landkreises beteilige. Parzinger versicherte dem »Theaterchen O«, dass die Stadt auch künftig zu ihren Zuschüssen stehen werde. he