weather-image
16°

Die Zahl der Kinder entscheidet

0.0
0.0

Wonneberg – Der Gemeinderat in Wonneberg hat neue Richtlinien für die Vergabe von Baugrundstücken im Rahmen des Einheimischen-Modells verabschiedet. Jetzt gelte es, Erfahrungen mit den neuen Bestimmungen zu sammeln, betonte Bürgermeister Martin Fenninger.


Bonuspunkte für Bewerber, die bereits gescheitert sind

Anzeige

So darf künftig nur einmal ein Baugrundstück im Einheimischenmodell erworben werden. Um überhaupt antragsberechtigt zu sein, müssen gebürtige Wonneberger mindestens 16 Jahre ihren Hauptwohnsitz in der Gemeinde gehabt haben. Hat sich ein Antragsteller bereits einmal erfolglos um ein Baugrundstück im Einheimischen-Modell beworben und liegt diese Eingabe mehr als fünf Jahre zurück, erhält er zusätzlich fünf Bonus-Punkte.

Überhaupt wird in der Gemeinde Wonneberg größter Wert auf das Punktesystem gelegt. Ausschlaggebend ist dieses nun auch bei der Rangfolge der zu berücksichtigenden Personen für die Einheimischen-Grundstücke. So wird der Baugrund nicht mehr in der Reihenfolge des Eingangs der Bewerbungen vergeben, sondern nach der höchsten Punktzahl. Bei Punktgleichheit entscheidet die Zahl der Kinder, die im Haushalt der Antragsteller leben. Für jedes Kind bis zehn Jahre erhöht sich das Punktekonto um 25 Zähler; für Buben und Mädchen ab elf Jahren gibt es jeweils 15 Punkte.

Das zu versteuernde Einkommen bleibt bei Einzelpersonen bis 40 000 Euro, bei Ehegatten und Lebenspartnern bis 80 000 Euro unberücksichtigt. Je 5000 Euro Mehreinkommen wird ein Punkt abgezogen, je 5000 Euro Mindereinkommen gibt es einen Zähler dazu. Ehegatten, die beide aus Wonneberg stammen, werden mit einem Bonus von zehn Punkten belohnt. Hintergrund dieser Entscheidung ist, dass sich Ehepaare oder Lebensgemeinschaften, bei denen einer der beiden Partner nicht gebürtiger Wonneberger ist, sich jeweils in dessen Heimatkommune um ein Einheimischen-Baugrundstück bewerben kann.

Eine alte Richtlinie wird hingegen gestrichen

Dagegen nicht mehr in den Richtlinien enthalten ist der Passus, dass auch Personen, die seit zehn Jahren ihrem Hauptberuf in der Gemeinde nachgehen, antragsberechtigt sind. Aufgrund des geringen Gewerbeaufkommens in Wonneberg und der Tatsache, dass Baugrund sehr begehrt ist, werde man künftig auf dieses Kriterium verzichten, so die einhellige Meinung im Gremium. mia

Mehr aus der Stadt Traunstein