weather-image

Die Waginger Umgehungsstraße soll sicherer werden

0.0
0.0
Bildtext einblenden
In Gastag soll die Staatsstraße aufgeweitet und mit einer Querungshilfe versehen werden. Unser Foto zeigt die Situation am Ort. (Foto: H. Eder)

Waging am See. Mit einem Sammelsurium an Maßnahmen sollen es vor allem Fußgänger und Radler in Zukunft leichter haben, die Umgehungsstraße von Waging, die Staatsstraße 2105, zu überqueren. Verkehrsinseln in Gastag und auf Höhe der Martinstraße, eine Überführung am Postkellerberg und eine durchgezogene Leitplanke auf der Südseite der Straße bis zum Kreisverkehr: Das sind Maßnahmen, wie sie Martin Bambach, Stellvertretender Leiter des Staatlichen Bauamtes, bei der jüngsten Gemeinderatssitzung vorstellte.


Besonders gefährliche Stellen für Fußgänger, vor allem für Kinder und Senioren, sind die Überquerungen bei Gastag und am Postkellerberg. »Am Postkellerberg dürfen kleine Kinder auf keinen Fall allein über die Straße gehen, vor allem nicht in Gruppen«, so Bambach. Schon häufig seien Bürger beim Staatlichen Bauamt vorstellig geworden, doch etwas für mehr Sicherheit zu tun; vor allem Unterführungen kamen immer wieder ins Gespräch.

Anzeige

Schwierige Situation in Gastag und am Postkellerberg

Noch schwieriger als am Postkellerberg sei die Überquerungs-Situation aber in Gastag, meinte Bambach, weil die Autos hier noch schneller fahren und weil es wegen der Aufweitung drei Spuren gibt: »Das ist für Kinder unzumutbar.« Eine Unterführung sei bisher aber am Grunderwerb gescheitert, »und daran wird es auch in Zukunft scheitern«, ist sich Bambach sicher.

Von daher schlägt er für Gastag die Aufweitung der Straße und den Einbau einer Verkehrsinsel vor, sodass jeweils nur eine Fahrtrichtung beobachtet werden muss, sowie eine Verschwenkung der kleinen Straße von Süden her, damit diese etwas weiter in Richtung Waging versetzt einmündet, weg von der privaten Lärmschutzwand, die die Sicht bisher einschränkte. Der Grunderwerb sei bereits im Gange, sagte Bambach, Gespräche hätten stattgefunden, man sei auf einem guten Weg.

Am Postkellerberg hat man sich eine Geh- und Radwegüberführung vom Postkellerberg über die Staatsstraße hinweg ausgedacht, die in leichter Konstruktion gebaut werden solle. Dies biete sich aufgrund der Geländesituation an, weil auf der einen Seite schon ein Hang da sei. Für die Finanzierung sei hier aber im Gegensatz´zu Gastag, wo sich das Staatliche Bauamt in der Pflicht sehe, die Gemeinde zuständig.

Eine dritte Verbesserung ist für die Martinstraße angedacht, die aufgrund des hohen Verkehrsaufkommens inzwischen bereits zu einem kleinen Unfallschwerpunkt geworden sei. Hier stelle sich das Bauamt eine Verkehrsinsel auf der schraffierten Sperrfläche kurz vor der Einfahrt in die Martinstraße – vom Kreisverkehr her gesehen – vor. Diese soll aber nur die Autofahrer etwas abbremsen und vom Überholen abhalten und nicht als Querungshilfe für Fußgänger ausgelegt sein.

Den bisherigen provisorischen Gehweg an der Straßenseite der Brunnen würde man gern verbreitern, so Bambach. Dazu müsste man aber 30 bis 40 Bäume fällen – »und das weiß selbst ich, dass das nicht geht, man glaubt es kaum.« So wäre eine Verbreiterung des Wegs nur über eine Verlegung weiter ins Wasserschutzgebiet hinein möglich. Das soll in der Tat weiterverfolgt werden, allerdings ohne großen Druck. Im Konzept sei diese Maßnahme enthalten, wenn es technisch möglich ist – und natürlich auf der anderen Seite der Bäume.

Entlang dieses provisorischen Geh- und Radweges verläuft eine Leitplanke, die als Schutz des Wasserschutzgebietes gedacht ist. Sie hört dort auf, wo auch das Schutzgebiet aufhört. Diese Planke könnte man gegebenenfalls verlängern, um das Überqueren für Fußgänger zu erschweren. Eine der bisherigen Zufahrten sollte in dem Zusammenhang nämlich geschlossen werden.

Ein großes Problem ist die Überquerung beim Hotel Wölkhammer, wo ja erst letztes Jahr ein tödlicher Unfall passierte. Am besten wäre es, diese Überquerungsmöglichkeit ganz zu schließen, aber das werde wohl an dieser viel frequentierten Stelle nur schwerlich möglich sei. Von daher wolle man eine Hinweistafel aufstellen, die auf die nahe gelegene Unterführung am Kreisverkehr hinweist. »Ob das was bringt, weiß ich nicht«, meinte Bambach, »es schadet aber sicher nichts.« Auch das wäre Aufgabe der Gemeinde.

Bessere Beleuchtung, mehr Geschwindigkeitskontrollen

In der kurzen Diskussion schlug Andreas Barmbichler vor, doch die markanten Punkte entlang der Staatsstraße besser zu beleuchten, und Willi Reiter regte mehr Geschwindigkeitskontrollen seitens der Polizei an. Hedwig Witzleben würde sich über eine Verlegung des provisorischen Radwegs hinter die Baumreihe freuen, und Georg Huber brachte einen Kreisverkehr für die Einfahrt aus der Martinstraße in die Staatsstraße ins Gespräch. Dies wäre aber baulich sehr schwierig, meinte Bambach, und von daher wohl auch entsprechend teuer.

Positiv aufgenommen wurde der Vorschlag von Ludwig Kleißl, einen Radweg von Gastag in Richtung Postkellerberg zu bauen, sodass die Radler oder Fußgänger nicht mehr in Gastag die Straße überqueren müssten. Diesen Vorschlag fand Bambach durchaus naheliegend, aber wohl von der Finanzierung her sehr schwierig. he

Dieses Video könnte Sie auch interessieren: