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Die Tracht ist ein Stück Heimat

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Schleching. Zum 63. Mal pilgerten die Wallfahrer aus den 23 Trachtenvereinen des Chiemgau-Alpenverbandes an Christi-Himmelfahrt in zwei langen Zügen von Unterwössen und Schleching nach Raiten zur Wallfahrtskirche »Maria zu den sieben Linden«. Den Zug begleiteten unter anderem auch der Gauehrenvorstand des Bayerischen Trachtenverbands, Otto Dufter, und vom Gauverband I Gauvorstand Peter Eicher. Patenverein war heuer der GTEV Staudach-Hochgern mit den Ministranten und Lektoren und seinem Vorstand Nikolaus Weisser. Die Schlechinger Böllerschützen begrüßten jeden ankommenden Verein.


»Danken und bitten wollen wir wieder«, sagte Gauvorstand Miche Huber. »Der Platz is uns vertraut, a Stück Hoamat, ja Raiten is Hoamat.« Für jeden bedeute Heimat etwas Anderes, die Familie, der Lebensraum, die Mitmenschen, der Beruf aber auch das Gwand, die Sprache, Sitten, Bräuche und Traditionen. Heimat sei auch ein Spektrum der Nächstenliebe, des Glaubens, der Geborgenheit, des Vergebens oder der Bildung, der Identität, Freud, Leid, Erinnerungen, Wünsche, Träume und Hoffnung, führte Huber weiter aus.

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Weihbischof Wolfgang Bischof und Pfarrer Martin Straßer zelebrierten den Gottesdienst am Freialtar. Wolfgang Bischof ging auf das Tragen der Tracht ein. Sie soll keine Uniform sein, eher der Ausdruck einer Lebenseinstellung, eines Lebensgefühls. Hoffnung zu haben und diese an die Menschen, um uns weiterzugeben, sich gegenseitig stärken im Glauben. »Unsere Heimat ist bei Gott und so auch bei unseren Verstorbenen – Trachtler bringen ihre Verbundenheit zu Gott mit der Tracht zum Ausdruck« führte er weiter aus.

Musikalisch gestalteten die Messe nach langer Tradition die Schlechinger Sänger und die Musikkapelle Schleching unter der Leitung von Walter Reisenauer.

Weihbischof Wolfgang Bischof gedachte am Soldatenkreuz der Verstorbenen. Die Feier klang mit der Bayernhymne aus. wun