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Die Spielburg gleicht einer Ruine

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Die Spielburg auf dem Burgberg im Garten des Evangelischen Kindergartens beginnt nach rund 20 Jahren zu bröckeln. Teile der Burg mussten bereits abgesperrt werden. (Foto: Rasch)

Traunreut – Die von Eltern 1994 mit Unterstützung eines pädagogischen Landschaftsarchitekten errichtete Spielburg im Garten des Evangelischen Kindergartens Traunreut gleicht mittlerweile einer Ruine. Durch Feuchtigkeit verliert sie an Gestalt. Teile der Burg mussten aus Sicherheitsgründen auch bereits gesperrt werden. Für das Personal keine leichte Aufgabe, die Kinder von dem gesperrten Bereich fernzuhalten. »Die älteren Kinder wissen Bescheid, aber für die Kinder, die erst seit September den Kindergarten besuchen, ist es Neuland«, erklärt Leiterin Manuela Ahne.


Der Burgberg soll deshalb im Zuge einer Gesamtsanierung des Gartens wieder bespielbar gemacht werden. Denn nicht nur die Burg beginnt zu bröckeln, sondern auch einige Spielgeräte entsprechen nicht mehr den gültigen Sicherheitsbestimmungen. Auch diese sollen auch wieder naturnah gestaltet werden.

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Um die Maßnahmen im Frühjahr anzupacken, hat die Evangelisch-Lutherische Kirchengemeinde für die Finanzierung der Maßnahmen in der Stadt einen Zuschuss-Antrag eingereicht, der in der Sitzung des Hauptausschusses behandelt wurde. Wie es hieß, hätten sich die Vertreter der Stadtverwaltung vom Zustand des Gartens bereits ein Bild gemacht und würden eine Bezuschussung auch befürworten. Die Gartengestaltung und die Spielgeräte seien in der Tat nicht mehr zeitgemäß und entsprächen nicht mehr den gültigen Sicherheitsbestimmungen, heißt es in der Begründung der Verwaltung. Für die Sanierung des Gartens liegt auch schon ein Angebot einer Firma in Höhe von rund 12 000 Euro vor. Ohne längere Diskussion sprach sich das Gremium einstimmig dafür aus, dem Kindergarten einen Zuschuss in Höhe der Baukosten, höchstens jedoch in der Summe des Angebotes, zu gewähren. Die Mittel in Höhe von 12.100 Euro sollen in den Haushalt 2016 eingestellt werden.

Mit knapper Mehrheit abgelehnt wurde ein weiterer Antrag der Kirchengemeinde, die Nachrüstung des Schallschutzes im Kindergarten durch eine günstige Deckensegel-Lösung finanziell zu unterstützen. Die Kirchengemeinde hat für Deckensegel ein Angebot eingeholt, das sich je nach Ausführung zwischen 850 und 2200 Euro bewegen würde. Nach Ansicht der Verwaltung handle es sich hierbei nicht um eine, die Bausubstanz erhaltende, Maßnahme des notwendigen Bauunterhalts und sei demnach auch nicht zuwendungsfähig. Dr. Michael Elsen (CSU) regte jedoch an, die billigere Lösung zu bezuschussen. »Bei einer baulichen Lösung würde sich die Stadt auch beteiligen«, so Elsen. Mit 6:5 wurde der Vorschlag der Verwaltung, keinen Zuschuss für den Schallschutz zu gewähren, mitgetragen. ga