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»Die schöne Braut Schule noch schöner machen«

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Die Vorstandschaft des Fördervereins der Staatlichen Berufsschule I Traunstein (von links): Schriftführer Friedrich Adler, Vorstand Gerhard Kotter, Schulleiter Willi Barke, Stellvertretender Vorsitzender Wolfgang Stark und Schatzmeister Dr. Christian Namberger. Auf dem Bild fehlt Stellvertretender Vorsitzender Dr. Florian Binder.

Traunstein. In Zeiten zunehmender Ausgaben für das Schulleben und den Schulbetrieb engagieren sich über Fördervereine immer mehr Firmen und Privatpersonen für die Finanzierung der Bereiche, die in den Schulen nicht von staatlicher Seite übernommen werden. So auch der Förderverein der Staatlichen Berufsschule I (BS I), der bereits 2004 gegründet wurde und seither das Schulleben finanziell und ideell unterstützt.


Steter Rückgang der Schulabgänger macht Sorgen

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Bei der Jahreshauptversammlung machte Vorsitzender Gerhard Kotter deutlich, dass ihm der stete Rückgang der Schulabgänger an der BS I Sorgen bereite. Diese seien seit Bestehen des Vereins von über 2500 auf jetzt 1550 zurückgegangen. Zunehmend mache sich ein Wettbewerb um die Auszubildenden bemerkbar. Er lobte das duale Ausbildungssystem, das eine gute Ausbildung sicherstelle, wobei der Förderverein für die Schule eine wichtige Institution sei. Der Vereinszweck sei letztlich mit den Worten »die schöne Braut Schule noch schöner machen« gut auf den Punkt gebracht sagte der Bäckermeister.

Schulleiter Willi Barke betonte die Wichtigkeit des Fördervereins für den Schulbetrieb. Bezugnehmend auf die Zahl der Schüler an der Berufsschule sagte er, dass diese derzeit bei 2375 Schüler liege, was lediglich einen Rückgang von einem Prozent darstelle. Allerdings verzeichnete man bei den Neuaufnahmen im aktuellen Ausbildungsjahr einen Rückgang von 7,6 Prozent. »Dieser Trend wird uns noch länger begleiten«, so der Oberstudiendirektor. Deutlichen Rückgängen in einigen Ausbildungsbereichen wie beispielsweise bei den Köchen (minus 25 Prozent) stünden Steigerungen neuer Auszubildender mit 30 Prozent (Anlagenmechaniker) oder sogar 56 Prozent (Schreiner) gegenüber. Die Berufsfachschule für das Gastgewerbe sei gut angenommen worden. Sorgen bereite ihm der Lehrermangel an der Schule. Neben einigen neuen Abteilungseinrichtungen (SHK und im Gastgewerbe) konnte er aufgrund eines veränderten Sprengels die Ausbildungsmöglichkeit für Zerspanungsmechaniker an der Schule vermelden, die wesentlich auf die Initiative der Firma Heidenhain aus Traunreut zurückzuführen sei.

Schriftführer Fritz Adler berichtete, 106 Mitglieder und 422 Spender würden derzeit durch ihre finanzielle Unterstützung unter anderem Fortbildungsmaßnahmen, Wettbewerbe und Lehrfahrten ermöglichen. Auch der Förderpreis des Vereins sei durch die finanziellen Zuwendungen möglich. Der von den Kassenprüfern mit einem positiven Votum belegte Abschluss weißt derzeit einen Kassenbestand von rund 7000 Euro aus.

Gerhard Kotter bleibt Vorsitzender

Bei der Vorstandswahl wurde das bisherige Leitungsgremium bis auf eine Ausnahme komplett einstimmig wiedergewählt. Gerhard Kotter bleibt Vorsitzender, seine Stellvertreter sind Dr. Florian Binder und Wolfgang Stark, Schatzmeister ist wie bisher Dr. Christian Namberger und Schriftführer bleibt Friedrich Adler. Dem Beirat gehören künftig Josef Lechner, Martin Posch, Martin Schweiger und Fritz Stahl an. Als Kassenprüfer wurden Rudolf Reitmeier und Edmund Braun wiedergewählt. Auf persönlichen Wunsch schied Altoberbürgermeister Rudolf Wamsler aus. Vorsitzender Kotter würdigte dessen achtjährige Tätigkeit als Beiratsmitglied: »Sie hatten immer ein offenes Herz für die Jugend«, sagte er bei der Überreichung eines kleinen Abschiedspräsents für Wamsler. Dieser betonte die stets angenehme Zusammenarbeit in dem Förderverein. Für ihn sei es jetzt aber aus Altersgründen Zeit, den Platz frei zu machen.

Der Zweite Vorsitzende Stark informierte über die in der Schule unter Mitwirkung des Lions Club durchgeführte Blutspende- und Typisierungsaktion. Von 330 zugelassenen, volljährigen Schülern hatten 159 teilgenommen. Ermutigt von der guten Resonanz wolle man diese Aktion auch im kommenden Jahr nochmals durchführen.

Zur Sensibilisierung über die Thematik informierte in einem Fachvortrag Verena Spitzer unter dem Motto »Hoffnung auf Leben durch Blutspende und Typisierung = zweimal Leben retten« über die Notwendigkeit und Dringlichkeit von Blutspenden und Typisierungen. Gerade junge Menschen sollten durch Aktionen wie die in der BS I angesprochen werden. awi

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