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Die schnellste Internetverbindung in der Region

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Im Erdgeschoß des Amts für Digitalisierung, Breitband und Vermessung an der Salinenstraße in Traunstein entsteht das neue BayernLab. Für Umbaumaßnahmen und Ausstattung des IT-Zentrums sind rund 800 000 Euro eingeplant. (Fotos: Poschinger)
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Ein Gewinn für die Region: Einen großen Dank für die Auswahl von Traunstein als BayernLab-Standort richteten Oberbürgermeister Christian Kegel (von links), MdL Klaus Steiner und Landrat Siegfried Walch (rechts) an Finanzminister Markus Söder.

Traunstein – Nicht nur Vorreiter in der Region, sondern bald in ganz Bayern: In Traunstein entsteht bis 2016 eines der ersten von acht neuen IT-Zentren im Freistaat, ein sogenanntes BayernLab. Es wird das Einzige im südlichen Oberbayern sein und mit 150 Mbit/s den schnellsten Internetanschluss der Region besitzen.


Angesiedelt wird das 200 Quadratmeter große IT-Zentrum im Amt für Digitalisierung, Breitband und Vermessung an der Salinenstraße. »Für die Umbaumaßnahmen sind rund 600 000 Euro eingeplant«, erklärte Heimat- und Finanzminister Markus Söder, der das Traunsteiner Amt im Rahmen einer Pressekonferenz besuchte. Weitere rund 200 000 Euro werden zudem in die Ausstattung des hochmodernen IT-Labors gesteckt. Es richtet sich an Schulen, Kommunen und die Wirtschaft und vereint digitale Innovationen, modernes E-Government und eine IT-Wissensbörse unter einem Dach.

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Plattform für Firmen und Lernort für Schüler

Das Traunsteiner BayernLab bietet dann unter anderem Firmen eine Plattform, um neue digitale Trends, Produkte und Projekte vor Ort vorzustellen. Schulklassen können dort lernen, wie man am besten und sichersten in der digitalen Welt navigiert. »Außerdem wird es ein vielfältiges Vortragsprogramm rund um IT-Themen geben«, ergänzte Söder. Und natürlich werde es auch freies WLAN geben.

Als fester Bestandteil der großen Regionalisierung von staatlichen Behörden und Einrichtungen sollen die BayernLabs gezielt den ländlichen Raum stärken. »Digitalisierung ist kein Privileg von Großstädten«, so der Heimatminister. Wie ernst es ihm mit den IT-Zentren ist, zeigt auch die Tatsache, dass allein in Traunstein fünf neue Stellen dafür geschaffen werden. Weitere BayernLabs werden bis 2018 in Eichstätt, Wunsiedel, Bad Neustadt an der Saale, Nabburg, Neustadt an der Aisch, Vilshofen an der Donau und Kaufbeuren entstehen. Damit erhält jeder Regierungsbezirk mindestens ein BayernLab.

Dass ausgerechnet Traunstein als Standort für ein BayernLab ausgewählt wurde, kommt laut Söder nicht aus heiterem Himmel: »Ihr seid Vorreiter in der Region«, lobte er. So befinden sich im Landkreis Traunstein alle Kommunen im Breitband-Förderverfahren der Staatsregierung – das sei in Oberbayern einmalig. Hinzu komme die gute Lage im südlichen Oberbayern und die große Offenheit der Bürger für digitale Prozesse.

Diese Lobeshymnen freuten bei der Pressekonferenz auch den heimischen Landtagsabgeordneten Klaus Steiner: »Das ist ein hervorragendes Signal für die Region«. Als »wichtigen Schritt für die wirtschaftliche Zukunft und die Sicherung der Standortqualität« bezeichnete Landrat Siegfried Walch das neue IT-Zentrum und Traunsteins Oberbürgermeister Christian Kegel ist einfach »unglaublich stolz, dass seine Stadt ein weiteres staatliches Zentrum erhält«. Alle drei Politiker trugen bei dem Pressetermin aber auch die Bitte an den Minister heran, dass sich Söder mit derselben Entschlossenheit wie für den digitalen Ausbau auch für die klassische Infrastruktur in der Region einsetzt und unter anderem den Bau des Aubergtunnels bei Altenmarkt vorantreibt. apo