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Die Riesenrutsche war der Renner beim Stadtfest

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Magnetisch angezogen wurden die Kinder von der Riesenrutsche in Form eines Feuerwehrautos. (Fotos: Eder)
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Das schöne Wetter am Samstagnachmittag lockte tausende Besucher nach Traunreut zum Bummeln.

Traunreut. Die Mühen der Vorbereitung haben sich gelohnt: Rechtzeitig zum Beginn des Traunreuter Stadtfestes haben sich die dunklen Regenwolken am Himmel verzogen, und die Sonne lachte über dem Stadtzentrum. Ab 15 Uhr begannen sich die Bereiche am Rathausplatz, in der Kant- und Marktstraße zu füllen, und bis 18 Uhr waren auch die Biergärten vor den drei Bühnen bestens gefüllt und die Musikgruppen sorgten für entsprechende Stimmung.


Am Nachmittag war vor allem für die jüngere Generation einiges geboten; die größte Anziehungskraft bewiesen die Riesenrutsche, das Bungee-Trampolin und die lustige Neuheit: das Laufen übers Wasser in Bällen. Die Besucher nutzten auch die zahlreichen Verpflegungsstände mit Delikatessen und exotischen Leckereien. Bestens vertreten waren zudem die Vereine der Stadt, die am Nachmittag mit ihren Vorführungen das Programm bereicherten.

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Bummeln und Leute treffen

So wurde das Stadtfest das, was es ja auch sein soll: ein Treffen der Traunreuter untereinander und der Gäste von außen. Beim Bummel durch das Stadtfestgelände konnte man Menschen treffen, die man schon lange nicht mehr gesehen hatte, und das reichhaltige Angebot ließ einen immer wieder innehalten, um das Angebot der Fieranten oder interessante Delikatessen an den Ständen zu entdecken.

So war auch Organisatorin Frauke Tränkner rundum zufrieden, zuallererst, weil das Wetter gehalten hatte: »Das war die Hauptfrage am Morgen«, meinte sie, da es ja zunächst geregnet hatte und weiterhin viele dunkle Wolken am Himmel waren: »Da hat nur noch Beten geholfen«, meinte sie – und hatte damit wohl Recht. Das schöne Wetter lockte dann auch die Leute in großen Scharen an. Eigens zum Fest angereist waren auch Vertreter der drei Traunreuter Partnerstädte, die Bürgermeister Klaus Ritter bei der offiziellen Eröffnung des Festes natürlich besonders willkommen hieß.

»Leute waren fix und fertig«

Frauke Tränkner war mit dem Besuch rundum zufrieden, auch wenn es wohl weniger waren als vergangenes Jahr: »Aber das war das Jahrhundert-Stadtfest, auch aufgrund des damaligen extrem schönen Wetters«. Gut angekommen seien auch die Attraktionen, fand sie, vor allem die Neuheiten. »Die Leute von der Feuerwehrrutsche waren am Abend fix und fertig«. Und auch die Wasserbälle hätten sich als echter Anziehungspunkt erwiesen. Nicht zuletzt freute sie sich darüber, dass ihre Idee, einen Kinderflohmarkt anzubieten, auf so viel Resonanz gestoßen war.

Während sich die Bierbänke im Lauf des Nachmittags allmählich füllten, befand sich das Zentrum des Geschehens zwischen Rathaus und City-Haus. Hier stand zum einen die riesige Rutsche in Form eines Feuerwehrautos, an dem eine nie zu enden scheinende Schlange von Kindern unermüdlich aufstieg, um auf der anderen Seite mit viel Karacho wieder hinunterzurutschen. Hoch hinaus ging es am Bungee-Trampolin: Fest angegurtet vollführten die Kinder Sprünge, die von der Optik her selbst über den Kirchturm hinaus reichten. Und nebenan konnte man sich kaum satt sehen an den Kindern, die in ihren durchsichtigen Bällen im Wasserbassin – letztlich natürlich immer vergeblich – versuchten, die Balance zu halten und auf den Füßen zu bleiben. Für die etwas kleineren oder weniger wagemutigen Kinder lockten die Eisenbahn, das Karussell oder die Zwergerl-Hüpfburg, das Kinderschminken oder die Zauberwerkstatt.

Drum herum waren zahlreiche Traunreuter Vereine und Organisationen mit Ständen, Vorführungen und Beschäftigungsangeboten vertreten. SPD und AOK luden zum Torwandschießen, wobei die AOK-Torwand nach dem Prinzip einer Zielscheibe funktionierte und daher weniger schwierig war: Man musste nicht unbedingt eines der beiden Löcher treffen, sondern wer den Ball an die Torwand ballerte, bekam je nach dem getroffenen Feld eine Anzahl von Punkten zugesprochen. Informationen, Kaffee und Kuchen, Süßigkeiten oder auch Brotzeiten gab es von verschiedenen Organisationen am Mehrgenerationenhaus, Vorführungen trugen unter anderem russlanddeutsche Tanzgruppen, die Cheerleaders des FC Traunreut und die Taekwon-Do-Schule Könnecke bei. Die Freikirche animierte die vielen Kinder, die auf den Bänken vor der kleinen Bühne Platz genommen hatten, zum Singen und zeigte dann ein Puppenspiel.

Bereits am Nachmittag war zur Unterhaltung Musik geboten: die Stadtkapelle Traunreut und die Blaskapelle Traunwalchen sorgten für stimmungsvolle Beschallung, am anderen Ende des Geschehens zog Hip-Hop-Musik mit der Gruppe »La Familia« eher die jüngere Generation an.

Feuershow und Rock-Party

Und am Abend beherrschten die Bands das akustische Geschehen um die Biergärten herum sowieso: volkstümliche Melodien von der Gruppe »Hopfen-und-Malz-Musi« in der Marktstraße, Pop- und Rock-Party mit »Bitter Lemon« am Rathausplatz und Party-Time auch mit den »Bad Rockin’ Buddies« an der Heidenhainstraße. Zu später Stunde gab es noch eine große Feuershow, ein Beitrag der Motorradfreaks vom Club »MK Kumovi Germany Traunreut«, die am Nachmittag ihre prächtigen Maschinen gezeigt, über ihren Club informiert und kroatische Spezialitäten angeboten hatten. Und so wurde noch weitergefeiert bis Mitternacht, ehe – zumindest offiziell – Schluss gemacht wurde. he