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Die Pfarrgemeinderatswahlen werfen ihre Schatten voraus

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Für die Pfarrgemeinderatswahlen am 16. Februar werden in diesen Tagen alle Katholiken, die am Wahltag ihr 14. Lebensjahr vollendet haben, ihre Wahlunterlagen zugestellt bekommen. Bis 16. Februar um 12 Uhr sollen die Pfarrgemeinderäte gewählt werden.


Wahlberechtigt sind im Dekanat Traunstein mit seinen 26 Pfarreien und 8 Kuratien knapp 61 000 katholische Christen. Zum Dekanat gehören Pfarreien im Großraum Traunstein, im Rupertiwinkel, im Trauntal und im Achental. Im Dekanat Teisendorf dürfen sich gut 29 200 Christen am Urnengang beteiligen und im Dekanat Baumburg, der den nördlichen Landkreis Traunstein abdeckt, knapp 42 000.

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Die Pfarrgemeinderatswahlen 2014 werden bayernweit unter einem Motto stattfinden: »Meine Stimme. Für Gott und die Welt«. Die Wahl ist eine Chance, die Arbeit der Laien wieder neu ins Bewusstsein zu heben, neue Mitarbeiter zu motivieren und Pläne für die gemeindliche Zukunft zu machen.

Schlüsselfunktion für das Leben der Pfarrgemeinde

Die Amtszeit der Pfarrgemeinderäte beträgt vier Jahre. Dem Pfarrgemeinderat kommt für das Leben der Pfarrgemeinde eine Schlüsselfunktion zu. In ihm werden viele Informationen zusammengetragen, wichtige gemeindliche Entscheidungen vorbereitet und unterschiedliche Gruppen und Initiativen vernetzt.

In der Stadtkirche Traunstein werden unterschiedliche Möglichkeiten der Stimmabgabe angeboten. Während die jeweils rund 2800 wahlberechtigten Pfarrangehörigen in Haslach und Heilig Kreuz automatisch Briefwahlunterlagen bekommen werden, bekommen die knapp 3900 Abstimmungsberechtigten in der Stadtpfarrei St. Oswald und die 1000 in der Pfarrei Kammer Wahlbenachrichtigungskarten, mit denen sie auf Wunsch Briefwahlunterlagen anfordern können.

Der Pfarrgemeinderat braucht Menschen, denen die Zukunft des christlichen Glaubens am Herzen liegt; Menschen, die andere anstecken, mitnehmen, begeistern, die offen sind für Ideen und Meinun- gen anderer und kreativ nach neuen Wegen suchen. Der Pfarrgemeinderat braucht verschiedene Gesichter und Talente. Die Arbeit dient der persönlichen Entfaltung. Es bestehen viele Weiterbildungsmöglichkeiten durch die Kirche.

Der Diözesanrat der Katholiken im Erzbistum München und Freising bewertet die Vorbereitung der Pfarrgemeinderatswahl als Erfolg. In allen Pfarrgemeinden seien genügend Kandidaten gefunden worden, erklärt Martin Schneider, theologischer Grundsatzreferent des Diözesanrats. Die rund 12 000 Bewerber stellten ein »irrsinniges Potenzial« an Ehrenamtlichen dar. Die Suche nach Kandidaten für die Wahl habe sich aber schwierig gestaltet, räumt Schneider ein. Als Grund führt er den »rapiden Vertrauensverlust« an, den die Kirche aufgrund verschiedener Vorfälle in den vergangenen Jahren erlitten habe.

Wahlbeteiligung lag vor vier Jahren bei nur 11,2 Prozent

In 218 Pfarrgemeinden im Erzbistum findet die Abstimmung in Form einer allgemeinen Briefwahl statt. Damit erhalten knapp 460 000 Wahlberechtigte automatisch die Wahlunterlagen per Post. Weitere 261 Pfarreien verteilen personalisierte Wahlbenachrichtigungskarten, um möglichst viele Gläubige auf die Wahl aufmerksam zu machen.

Damit verbunden ist der Wunsch, die Wahlbeteiligung von 11,2 Prozent im Erzbistum bei der zurückliegenden Wahl 2010 zumindest konstant zu halten oder gar zu steigern, so Schneider. Für die allgemeine Briefwahl sprechen die positiven Ergebnisse in den Diözesen Würzburg und Eichstätt: Während die Wahlbeteiligung zuletzt in Bayern durchschnittlich 15,6 Prozent betrug, lag sie in der Diözese Würzburg bei 33,4 Prozent. Dort waren alle Wahlberechtigten eingeladen, per Briefwahl abzustimmen. In der Diözese Eichstätt konnten die Pfarrgemeinden wählen, ob sie auf die allgemeine Briefwahl zurückgreifen. Die Wahlbeteiligung war dort in den Pfarrgemeinden, die dies nutzten, deutlich höher. -K.O.-