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Die nächste Baustelle in Traunreut

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Seit Montag arbeiten die Stadtwerke in der Adalbert-Stifter-Straße an der Anbindung der neuen Häuser an das Fernwärmenetz.

Traunreut. Ein Zwischenbericht über das erste Halbjahr bei den Stadtwerken wurde in der jüngsten Sitzung des Werkausschusses vorgelegt. Eine neue Baumaßnahme der Stadtwerke, die am Montag begann, ist der Anschluss der beiden Neubauten der Neuen Heimat in der Adalbert-Stifter-Straße an das Fernwärmenetz.


Die neuen Häuser sollten erst im nächsten Jahr an das Fernwärmenetz angeschlossen werden. Der Bau schritt jedoch schneller als geplant voran, deshalb starteten die Stadtwerke das Vorhaben noch in diesem Jahr. Die Adalbert-Stifter-Straße muss nun für rund vier Wochen gesperrt werden, eine Umfahrung ist unmittelbar daneben in der Parallelstraße möglich. Durch die Asphaltierungsarbeiten an der Traunwalchner Straße ist der Verkehr in diesem Bereich sowieso nur eingeschränkt möglich.

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Die Stadtwerke hatten im Wirtschaftsplan 2012 Investitionen in Höhe von rund 7,80 Millionen Euro vorgesehen. Darunter fallen der Ausbau des Fernwärmenetzes, verschiedene Erneuerungen der Wasserversorgungsleitungen und Kanalanschlüsse im Stadtgebiet, die zum Teil mit den Straßenbaumaßnahmen von Stadt und Landkreis zusammenhängen, und auch noch ein Teil der Kosten für den Neubau der Stadtwerke. Zur Jahreshälfte lagen die Ausgaben in etwa im Haushaltsansatz, größere Ausreißer gab es dem Bericht nach nicht. »Diese außerordentliche Investitionstätigkeit in 2012 kann größtenteils nur durch Fremdfinanzierung ermöglicht werden«, heißt es im Halbzeitbericht. Die entsprechende Darlehensaufnahme erfolgt in der zweiten Jahreshälfte.

Die Baumaßnahmen der Stadtwerke laufen bisher alle planmäßig. Der Neubau einer Wasserversorgungsleitung in der Salzburger Straße auf einer Länge von etwa 300 Metern wurde wegen der vielen Baustellen in diesem Jahr auf 2013 verschoben. Der Neubau des Brunnenhauses Niedling ist noch für 2012 geplant. Wilhelm Helmdach, kaufmännischer Leiter der Stadtwerke, meinte, dieses Jahr habe es in Traunreut kaum eine Straße gegeben, die nicht von einer Bautätigkeit betroffen war. Bürgermeister Franz Parzinger zeigte sich zuversichtlich, dass die Maßnahmen bis zum Wintereinbruch abgeschlossen sein werden.

Eine Erhöhung der Grund- als auch der Verbrauchsgebühren beim Wasser wurde Anfang des Jahres notwendig und gilt bis Dezember 2015. Ursache für die Erhöhung war die rückläufige Wassernachfrage und das hohe Investitionsvolumen im Planungszeitraum 2012 bis 2015. Ins erste Halbjahr fielen auch die offizielle Inbetriebnahme des neuen Stadtwerke-Baues und ein Tag der offenen Tür. Im Halbjahresbericht wird die Bedeutung der Wasserversorgung der größten Stadt im Landkreis hervorgehoben: »Täglich werden etwa vier Millionen Liter Grundwasser durchschnittlich in das Versorgungsnetz Traunreut gepumpt. Die Grundwasserqualität ist hervorragend und vergleichbar mit vielen Mineralwässern. Damit das so bleibt, muss es das Bestreben sein, Gefahren für das Grundwasser abzuwehren und vor negativen Umwelteinflüssen zu schützen. Zur Versorgungssicherheit ist der Ausbau des Brunnen Niedling ein wichtiger Bestandteil.« Die Bauaufträge für das Brunnenhaus und die Anbindung an die Steigleitung zum Hochbehälter Frühling wurden im Juli erteilt. Auch Nah- und Fernwärme der Stadtwerke seien in Bezug auf Heizung und Warmwasser zukunftsweisend und der richtige Weg. mix