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Die Linke: Soziale Gerechtigkeit

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Rosi Mittermaier-Mühldorfer

Ich komme aus einem kleinen Handwerksbetrieb in Sondermoning im Landkreis Traunstein. Ich habe zunächst über den zweiten Bildungsweg Sozialpädagogik studiert, dann zehn Jahre im Stadtjugendamt München gearbeitet. Nach einem Psychologiestudium arbeite ich nun seit 15 Jahren als Psychotherapeutin. Politisch aktiv bin ich seit meinem Studium, später als Vertrauensfrau der damaligen Gewerkschaft ÖTV und schließlich arbeitete ich aktiv in der Friedensbewegung mit.


Meine Mitgliedschaft in der Partei »Die Linke« sowie meine Kandidatur sind eine konsequente Antwort darauf, dass ich in meiner Praxis immer mehr mit Menschen konfrontiert werde, die zu Opfern eines vorwiegend am profitorientierten System geworden und dabei krank geworden sind. Denn auch in Oberbayern nehmen Depressionen zu.

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Da ist etwa die Unsicherheit der Jungen, die nur befristete Arbeit bekommen. Da sind die Vielen, die trotz einer Vollzeitarbeit ihre Familie nicht ernähren können, die Eltern, die sich um ihre Kinder sorgen, weil diese dem Leistungsdruck in den Schulen nicht standhalten. Oder es sind die über 50-Jährigen, die oftmals kaum mehr Chancen haben, einen guten Arbeitsplatz zu finden.

Ich trete für ein anderes Bayern ein. Für ein Bayern, in dem die soziale Sicherheit seiner Bürger sowie soziale Gerechtigkeit zur Richtschnur von politischen Entscheidungen werden – so wie das auch die Bayerische Verfassung eigentlich vorschreibt.

Die Linke fordert hierzu etwa die Entwicklung vielfältiger Initiativen für gute Arbeit. Dazu gehört, dass das Land, dass Städte und Gemeinden Aufträge nur an Firmen erteilen, die für gute und anständig bezahlte Arbeit stehen. Dazu gehört auch das Verbot von Leiharbeit, Befristungen oder Niedriglöhnen in allen öffentlichen Einrichtungen. Auch muss Bayern sich endlich für einen flächendeckenden Mindestlohn einsetzen – und zwar in Höhe von zehn Euro.

Mehr soziale Gerechtigkeit verlangt auch eine Veränderung unseres Bildungssystems. Deshalb müssen das dreigliedrige Schulsystem abgeschafft, gemeinsames Lernen ermöglicht und für die individuelle Förderung von Kindern endlich ausreichend Lehrer eingestellt werden.