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»Die Ledigensteuer« sorgt für Begeisterung

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Nicht glücklich über die neue Ledigensteuer sind die drei Unverheirateten, der Großbauer Matthias Breitlinger (alias Simon Meier, links), dessen Freund Alois Hintauf (Schorsch Klauser, rechts) und der Barbier Peter Füchsl (Max Weiß, hinten). Sie versuchen fortan alles, um an der Steuer vorbeizukommen. (Foto: Ostermaier)

Reit im Winkl. Eine überaus gelungene Premiere feierte der Reit im Winkler Theaterverein unter der Leitung von Pet Mühlberger mit dem Schwank: »Die Ledigensteuer« von Walter Kalkus. Mit rund 360 Gästen war der Festsaal an der Tiroler Straße recht gut besucht und das Publikum amüsierte sich an dem kurzweiligen Dreiakter. Eine gelungene Premiere in dieser Premiere feierte zudem die erst 16-jährige Verena Mühlberger: Sie war zum ersten Mal bei einem Theaterstück dabei und verkörperte die Figur der Magd Vevi, was ihr sichtlich Freude bereitete.


Inhaltlich geht es in diesem Volksstück um die Einführung einer neuen Steuer, welche die Gemeinde einführen und damit ihre klamme Kasse sanieren will. Sie soll alle ledigen Männer treffen, die freilich fortan nach allen möglichen Schlupflöchern suchen, um sich dieser Abgabe zu entziehen. Dass dies freilich zu Komplikationen, zu Missverständnissen und unerwarteten Wendungen führt, ist zu erwarten.

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Großbauer Matthias Breitlinger (alias Simon Meier), dessen Freund Alois Hintauf (Schorsch Klauser) und der Barbier Peter Füchsl (Max Weiß), allesamt unverheiratet, scheuen weder Mühen noch drohende Blamagen, um an der Steuer vorbeizukommen. Zu überzeugen wussten in dem Schwank Lisi Nayder-Höflinger als Katharina, die »hantige« Schwester des Großbauern, die Beisenreitergodl (Claudia Haslberger) und Michi Klauser als Knecht Franz beim Bauern Hintauf. Er hatte sich verliebt in die Magd Vevi, alias Verena Mühlberger. Noch vor Beginn der Aufführung hatte Theatervorstand Beppo Landenhammer das Publikum um freundliche Unterstützung für die neue Spielerin geworben, einer Bitte, welcher die Zuhörer gerne nachkamen und was der Spielerin auch zunehmend zu mehr Souveränität verhalf.

Unerwartet war im Verlaufe des knapp zweistündigen Stückes nicht, dass sich am Ende alles wieder in Wohlgefallen auflöste, auch wenn dies zwischenzeitlich nicht immer ganz einfach erschien. »Wir hatten dieses Stück schon in unserem Fundus, denn vor 20 Jahren war es schon einmal Bestandteil unseres Programms«, begründet Spielleiterin Pet Mühlberger die Wahl zu diesem Schwank. Damals spielte sie selbst die Rolle der Magd Vevi, die jetzt eben von ihrer Tochter dargestellt wurde. Im Laufe der Spielzeit des kommenden Jahres wird das Stück in den turnusgemäßen Theaterplan aufgenommen und dann alle drei Wochen immer donnerstags im Festsaal aufgeführt. ost