weather-image
26°

Die Landwirtschaftsschule öffnete ihre Pforten

0.0
0.0
Bildtext einblenden
Die beiden Schülerinnen Maria Reiter (links) und Angelika Steiner bei der Kochvorführung. (Foto: M. Peter)

Traunstein. Der Tag der offenen Tür an der Landwirtschaftsschule Traunstein stand unter dem Motto »Wertschätzung und Wertschöpfung im ländlichen Raum«. Denn wenn die Produkte, die Lebensmittel, mehr geschätzt werden bringe dies den positiven Effekt, dass bewusster eingekauft werde, weniger verderbe oder weil man keine Lust mehr darauf habe nicht einfach in den Abfall komme und somit im Jahr bis zu Tausend Euro gespart werden könne, meinte die Leiterin der Abteilung Hauswirtschaft, Renate Rosner. Für die zahlreichen Besucher gab es neben dem Einblick in die moderne Hauswirtschaft ebenso Informatives über die Land- und Forstwirtschaft zu erfahren.


Der Tag der offenen Tür ist ein Schaufenster für die Berufe Hauswirtschaft und Landwirtschaft. Die Studierenden der beiden Abteilungen organisieren mit Unterstützung der Lehrkräfte federführend diese Veranstaltung. Hierbei werden zum Teil auf Schautafel Zahlen vermittelt, anhand Schaumaterials Zusammenhänge dargestellt und natürlich in vielen Fachvorträgen und Schauvorführungen die Praxis eindrucksvoll gezeigt. Gerade in der Abteilung Hauswirtschaft mit den eingedeckten Tischen zu den verschiedensten Anlässen gab es viele Impulse, bei der nächsten eigenen Familienfeier den festlichen Tisch mit der Deko gewissen Akzenten durch ausgewählte Blüten oder auch Servietten zu setzen.

Anzeige

Ein besonderer Schwerpunkt lag beim bewussten Umgang mit Lebensmittel. In der Schulküche fanden hier die Besucher zahlreiche Informationen und Anregungen, worauf es dabei ankommt. Bei ihren Kochvorführungen zeigten die beiden Hauswirtschaftsschülerinnen Maria Reiter aus Unterreit und Angelika Steiner aus Traunstein, wie man aus Resten von vorherigen Speisen schmackhafte und ebenso trendige Gerichte wie Gemüsemuffins oder einen italienischen Gemüsetopf zaubern kann.

Nicht nur beim Einkaufverhalten und der richtigen Planung in der Küche kann eine vierköpfige Familie im Jahr bis zu 1000 Euro sparen, sondern auch bei der richtigen Verwendung von Putz- und Waschmittel. Wie die Fachlehrerin Ruth Reuter erläuterte, sei es wichtig, die Inhaltsstoffe der Putzmittel zu kennen. Oft sei der gleiche Wirkstoff wie die Zitronensäure in Putzmittel für verschiedene Bereiche und wenn man den Wirkstoff kenne, benötige man dann eben für mehrere Bereiche nur ein Putzmittel. Die richtige Dosierung bringe nicht nur Einsparungen beim Reinigungs- oder Waschmittel, sondern schone die Wohnungseinrichtung, die Wäsche und Kleidung wie auch die Umwelt und den Geldbeutel.

Die Studierenden der Abteilung Landwirtschaft gaben in verschiedenen Fachvorträgen zum Beispiel Einblicke, wie die Fütterung für eine Kuh im Sommer oder Winter aussieht und zeigten dabei auf, dass nur eine Kuh, die sich wohlfühlt, das Futter gut umsetzt und so ohne negative Einflüsse auf ihre Kondition und Fitness die begehrte Milch produziert. Das Betätigungsfeld in der Landwirtschaft umfasst auch die Waldarbeit. Und so zeigte Forstwirt Hans Staudinger, wie der Würzenschnitt, eine besondere Fälltechnik, richtig angewandt wird, wenn ein stark überhängender Baum gefällt werden muss. Nebenbei zeigte er noch, dass die Holzarbeit viele Gefahrenquellen birgt und diese weitgehend ausgeschaltet werden können, wenn sie bekannt sind. MP