weather-image
34°

Die Landkreisentwicklung nachhaltig sichern

5.0
5.0

Traunstein. Kooperation, nicht Konfrontation von Arbeitgebern und Arbeitnehmern kennzeichne das Verhältnis in der CSU und trage wesentlich zum Erfolg der Partei bei, so CSA-Vorsitzender Franz Heigenhauser bei der Veranstaltung von Mittelstandsunion und Christlich Sozialer Arbeitnehmerunion mit CSU-Landratskandidat Siegfried Walch.


Walch sagte dabei wie bereits andernorts (wir berichteten), eine der wichtigsten Aufgaben werde es sein, jungen Menschen in der Region eine berufliche und persönliche Perspektive zu geben, um das Ausbluten des ländlichen Raums zu verhindern. Deshalb müssten Bildung und Ausbildung politischer Schwerpunkt bleiben. Da gerade rund um Hochschulen wirtschaftliche Dynamik entstehe, strebe er regionale Hochschulen in Kooperation mit der Hochschule Rosenheim und der Hochschule der Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft an. Dazu komme die Förderung der dualen Ausbildung und Weiterbildung der Fachkräfte in Handwerk, Handel und Gastronomie. »Als Schulträger der Berufsschulen kommt dem Landkreis dabei eine wesentliche Rolle zu«, so Walch.

Anzeige

Zur Infrastruktur-Förderung gehöre neben den Verkehrswegen und der Nachrichtentechnik auch die Versorgung mit bezahlbarer Energie. Bei der Energiewende stehe die Wasserkraft im Vordergrund, so Walch. Wegen der Bedeutung des Tourismus setze er sich für die Etablierung eines Tourismus-Staatssekretärs im Wirtschaftsministerium und Fördermittel für mehr Qualität im Tourismus ein. »Ich werde mich vehement für die Fusion der Tourismusverbände Chiemsee-Alpenland und Chiemgau einsetzen«. Bei der Jugendhilfe setzt Walch auf Prävention und Hilfe an Familienstützpunkten unter Einbeziehung von Vereinen, Betrieben und freien Trägern.

In der Altenpflege sieht Walch den Landkreis in einer vorbildlichen Position, sei er doch der einzige in Oberbayern, der noch Kreisaltenheime betreibe: »Dies soll auch so bleiben.« Walch bekannte sich ausdrücklich zum Erhalt der Kreiskliniken. Das Sanierungskonzept verlange allen Beteiligten viel ab, sei aber zielführend. Eine Privatisierung komme nicht in Frage.

In der Diskussion fragte Petra Fürst-Zimmermann nach der Entwicklung der Verkehrsinfrastruktur. Walch hob den Erhalt der bestehenden Verkehrswege hervor, betonte aber seine Entschlossenheit zum Neubau, wo es wirtschaftlich sinnvoll und ökologisch vertretbar sei. Eine grundsätzliche Verweigerungshaltung dürfe es nicht geben. Erik Stettmer brachte das Thema Salzachbrücke in die Diskussion ein. Hierzu sagte Walch, dass er unabhängig vom Standort den Bau der Brücke befürworte. Sie sei im Sinne eines Zusammenwachsens der Regionen dringend notwendig.

Zur Bindung von Fachkräften in der Region verwies Robert Aigner auf die Initiative »Die beste Ausbildung der Welt« der heimischen Wirtschaftsverbände. Politik, Bildungseinrichtungen und Betriebe müssten alles dafür tun, jungen Menschen die bestmögliche Ausbildung zu bieten. Josef Daxenberger betonte, dies sei nicht nur im Sinne der wirtschaftlichen Entwicklung, sondern auch zur Bewahrung des sozialen und kulturellen Umfelds notwendig; denn woher solle künftig der Nachwuchs für Vereine, Feuerwehren und andere ehrenamtlichen Tätigkeiten kommen, wenn nicht aus der Jugend der Region? Bjr