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Die KSK Ruhpolding feierte ihr 200-jähriges Bestehen

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Jede Menge Gratulanten gab es beim 200. Gründungsjubiläum der Krieger- und Soldatenkameradschaft. Unser Bild zeigt von links Festleiter Anderl Hofmann, Vorstand Hannes Burghartswieser und den Vorstand der KSK Siegsdorf, Matthias Bichler. (Foto: Plenk)

Ruhpolding. 200 Jahre alt ist die Krieger- und Soldatenkameradschaft Ruhpolding geworden – damit ist sie nachweislich der älteste Verein unter dem Dach der Vereinigten Krieger- und Soldatenkameradschaften des Chiem- und Rupertigaus. Darum feierte sie dieses Ereignis gebührend mit den Ortsvereinen und den Nachbarkameradschaften.


Los ging es am Parkplatz der Tourist-Information. Die Festmusik der Miesenbacher und der Rauschberger Trachtenkapelle begleiteten den langen Kirchenzug mit den 24 Vereinen und einer stattlichen Abordnung der Bad Reichenhaller Patenkompanie zunächst auf dem Zug zur festlich geschmückten Pfarrkirche St. Georg, wo der eindrucksvolle Festgottesdienst, zelebriert von Pfarrer Otto Stangl, stattfand. Die musikalische Gestaltung übernahm die Miesenbacher Trachtenkapelle.

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Anschließend fand an der wunderschön geschmückten Kriegerkapelle die Totenehrung statt, in die der Seelsorger alle Opfer von Krieg und Gewaltherrschaft mit einschloss. Danach führte der Festzug vom Rathausplatz durch den Ort zurück zum Kurhaus. In der Festkutsche nahmen verdiente Mitglieder der KSK Ruhpolding sowie Resi Hogger, die vor 50 Jahren Fahnenbraut war, Platz.

Im voll besetzten Kurhaus fand dann der Festabend statt, zu dem Vorstand Hannes Burghartswieser eine ganze Reihe von Ehrengästen willkommen hieß. In seiner Festrede sagte der Schirmherr, Bürgermeister Claus Pichler, das 200. Jubiläum sei ein besonderes Fest. Die KSK Ruhpolding sei aufgrund der gepflegten Kameradschaft »etwas anderes als ein normaler Verein, denn kein Verein ist so nahe am Leben und Schicksal des Einzelnen«.

Zu ihren Hauptaufgaben zählte er die Erinnerungskultur an die gefallenen und vermissten Kameraden und das Gedenken an alle Opfer von Gewaltherrschaft. »Diesem Anliegen hat sich die Krieger- und Soldatenkameradschaft angenommen, zumal man bedenken sollte, dass die Krisenherde in der Welt immer näher an uns heranrücken«.

Dann hatte das Gemeindeoberhaupt zur Überraschung noch ein ganz besonderes Geburtstagsgeschenk parat. Zusammen mit Pastoralreferent Georg Gruber, Hans Hechenbichler und Konrad Fegg intonierte er das selbst verfasste und zum Schmunzeln anregende Lied: »Veterana, Feierwehr, Militär und noch mehr«. Gauvorstand Michael Bernauer erinnerte in seinen Grußworten an das friedliche Miteinander, in dem wir heute leben dürfen. Er verband damit auch den Dank an die KSK für das jährliche Gedenken am Volkstrauertag. Danach nahmen die Patenvereine aus Siegsdorf mit Matthias Bichler und Eisenärzt mit Walter Schürf die Gelegenheit war, dem Festverein zu gratulieren.

Durch das anspruchsvolle volksmusikalische Programm führte danach Festleiter Anderl Hofmann selbst. Zu den Akteuren gehörten neben der Festmusik von den Miesenbachern auch die Ruhpoldinger Weisenbläser, die »Haberngoaßmusi« und die »Stoana Sänger«, Wastl Irlinger mit Schorsch Seyfriedsberger und die bis spät in die Nacht aufspielenden »Kachelstoana Musikanten«. In seinen verbindenden Texten erinnerte Hofmann immer wieder an die Geschichte des »Veteranenvereins« und ging auch auf die aktuellen Krisenherde ein.

Abschließend überbrachten die Ortsvereine unter Führung von Schützenmeister Helmut Müller noch die Glückwünsche zum Fest und ein Präsent. Lange wurde gefeiert, wie es sich eben für ein 200. Gründungfest gehört. hab