weather-image

Die »Kernwege« sollen breiter werden

0.0
0.0
Bildtext einblenden
Von Ringham bis zu dieser Brücke bei Furt soll die Straße zu einem »Kernweg« ausgebaut werden. (Foto: Höfer)

Petting – Mehr noch als die Autos haben sich landwirtschaftliche Maschinen zu gigantischen Kolossen mit enormem Gewicht entwickelt. Dem will das Konzept »Kernwegenetz« Rechnung tragen, indem die Kernwege breiter und der Unterbau tragfähiger werden.


Pettings Gemeinderat nahm in seiner jüngsten Sitzung das Konzept für die sieben ILE-Gemeinden (Integrierte ländliche Entwicklung) zur Kenntnis und votierte für ein erstes Projekt in der Gemeinde: Die Straße von Ringham nach Furt und ein Stück von Wasserbrenner nach Ammersberg.

Anzeige

Als »Mittelding« zwischen Gemeinde- und Kreisstraße beschrieb Bürgermeister Karl Lanzinger die sogenannten Kernwege, als kleinmaschigeres Straßennetz vor allem für die Landwirtschaft. 3,5 Meter breit werden die Straßen dann sein, samt einem beidseitigen Bankett von 0,75 Meter mit einem entsprechenden Unterbau. Im Konzept unterschieden ist nach Projekten für die ersten sieben Jahre und die Zeit danach.

In dem 60-seitigen Konvolut sind die möglichen Maßnahmen aller sieben Gemeinden rund um den Waginger See dargestellt. Allerdings sind pro Jahr nur etwa sechs Kilometer für alle Gemeinden vorgesehen. Lanzinger weiß, dass etliche Gemeinden für 2018 noch nichts anmelden werden, weshalb die 1,3 Kilometer lange Strecke von Ringham nach Furt gut möglich sei, inklusive eines Teilstücks von Wasserbrenner nach Ammersberg.

»Die weisen inzwischen starke Spurrillen auf«, berichtete der Rathauschef, »und der Unterbau ist nicht der beste.« 330 Euro pro Laufmeter Straße sind veranschlagt, was bei 1280 Meter eine Summe von 422 400 Euro ergibt; 50 Prozent davon erhält die Gemeinde als Förderung. »Wenn wir bloß drüber asphaltieren, rechnen wir mit 100 Euro pro Laufmeter«, stellte Lanzinger gegenüber, »was dann rund 130 000 Euro ausmachen würde.« Damit bliebe die Straße jedoch drei Meter breit. Bei Kosten für die Gemeinde von rund 211 000 Euro hätte man 3,5 Meter Breite, ein Bankett und einen stabilen Unterbau.

Franz Vordermayer regte Probebohrungen an, um den Untergrund vorher zu prüfen, weil das für alle Beteiligten möglicherweise billiger sei. Ein Austausch ohne Not wäre ein »Schildbürgerstreich«, gab ihm Lanzinger recht, verwies jedoch auf die Zuständigkeit des Amtes für ländliche Entwicklung (ALE). In Augenschein genommen habe alle Maßnahmen ein Ingenieurbüro.

»Legen wir einfach mal los«

»Damit bekämen wir auch die Brücken zu 50 Prozent gefördert«, warb 2. Bürgermeister Ludwig Prechtl um Zustimmung und wies gleichzeitig auf die Straße am Schönramer Vereinsheim hin, die bis zur Gemeindegrenze an der Brücke von der Teisendorfer Seite bereits ausgebaut sei. »Das ist angemeldet, aber noch nicht für das kommende Jahr«, informierte Lanzinger.

Vordermayer vermisste in der Liste die »Schnoater-Straß’«. Ob es überall sein müsse, gab Lanzinger zu bedenken und richtete den Blick auf die »Durchgangsstraßen«. Im Übrigen habe man die Strecke Teichting-Putzham neu gemacht. »Legen wir einfach mal los«, schlug Lanzinger vor, worauf alle Gemeinderäte den Abschnitten Ringham-Furt und Wasserbrenner-Ammersberg zustimmten. höf

Italian Trulli