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Die kalten Dächer der Abtei Frauenwörth

Schöne, neue Zimmer mit Nasszellen für die Teilnehmer der Seminare sind 1996 im ehemaligen Internatsbereich in der Mansarde des Hauses Benedikt eingerichtet worden, erläuterte die Cellerarin Elisabeth Barlage. Allerdings hätten die Gäste in der kalten Jahreszeit immer nach zusätzlichen wärmenden Decken gefragt. »Es ist dort oben zu kalt«, habe es immer wieder geheißen. Um der Sache auf den Grund zu gehen, ließ die Abtei ein Fenster herausnehmen. »Damit wurde uns schlagartig klar, warum den Gästen zu kalt ist.«

Die Außenwände der Zimmer seien nur zehn Zentimeter dick. Das Dach sei damals mit einfachsten Mitteln ohne jede Wärmedämmung ausgebaut worden, so Barlage. Neue Fenster allein würden daher nur wenig helfen. Das gesamte Dach gelte es zu sanieren, erklärte die Cellerarin. Die gleiche Situation liege auch im Haus Tassilo vor und gelte in leicht veränderter Form auch für alle anderen Gebäude der Abtei, betonte Barlage.

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Als Nächstes gelte es aber zunächst, die Arbeiten im Dachbereich des Hauses Benedikt zu bewerkstelligen. Da sowieso ein Gerüst aufgestellt werden müsse, sollen auch die rund 50   Jahre alten Verbundfenster in den darunter liegenden Stockwerken mit ausgetauscht werden.

Barlage nannte die derzeitige Situation einer energetischen Sanierung aller Gebäude »eine Herausforderung, der wir uns im Interesse unserer Gäste stellen möchten«. Sie erinnerte, dass das Kloster mit seinem Seminarbereich für Gäste aus allen Ländern, Völkern und Religionen einen einzigartigen Ort darstelle. »Wir lieben unser Kloster und tun alles, um es zu erhalten«, erklärte Barlage. Steuermittel stünden nicht zur Verfügung. Darum sei das Kloster auf finanzielle Hilfe angewiesen. »Für jede Unterstützung ist die Abtei dankbar«, erklärte Barlage. Wer helfen will, kann spenden auf das Konto 2146258 bei der Liga Bank, BLZ 750 903 00. th