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»Die Jugend in Traunstein soll mehr Gehör finden«

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Oberbürgermeister Christian Kegel informierte interessierte Jugendliche über den neu einzusetzenden Jugendbeirat, der im November gewählt wird. (Foto: Wittenzellner)

Traunstein – Jugendliche mehr in politische Entscheidungsprozesse in der Stadt einbinden. Das ist das Ziel eines neu einzusetzenden Jugendbeirats in Traunstein. Nun fand dazu ein Informationsabend im Großen Saal des Traunsteiner Rathauses statt.


Oberbürgermeister Christian Kegel begrüßte rund 30 Jugendliche mit den Worten: »Die Jugend in Traunstein soll mehr Gehör finden.« Es sei hilfreich die Vorstellungen der jungen Menschen zu kennen und mehr darüber zu wissen – insbesondere wenn diese auch von einer Gruppe kommen und nicht nur von Einzelnen. »Die Interessen sollen kanalisiert und politisch diskutiert werden. Dazu ist der Jugendbeirat ganz wichtig.«

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»Die kommunale Politik schmackhaft machen«

Er warb dafür, dass sich die jungen Menschen aktiv an der Entwicklung der Stadt beteiligen und sich politisch engagieren. Da könne der Jugendbeirat mittelfristig auch ein Sprungbrett für die Arbeit im Stadtrat sein. »Wir wollen die kommunale Politik schmackhaft machen – egal für welche Partei«, sagte er und ergänzte: »Es ist euer Jugendbeirat – macht etwas daraus und das mit uns zusammen.«

Jugendreferent Thomas Stadler sagte: »Mir ist wichtig, dass ihr eure Sichtweise auf die Themen unserer Zeit äußert.« Man müsse es schaffen, dass man aus der Traunsteiner Jugendszene verschiedene Leute zusammenbringt. Er wolle als Jugendreferent als Sprachrohr tätig sein und die im Beirat ausformulierten Themen in den Traunsteiner Stadtrat tragen. Dies sei wichtig, da die Jugend zu wenig Lobby habe.

Florian Langer, bei der Stadt Traunstein für den Bereich Familie, Kinder und Jugendliche tätig, sagte zur Wahl: »Wir wollen alles geben, dass die Wahl und später die Arbeit des Jugendbeirats ein Erfolg wird.« Neben der Vorstellung des Wahlprozederes war es ihm ein Anliegen, das Thema gerade auch in den sozialen Medien zu verbreiten.

Aktives Wahlrecht haben Jugendliche im Alter von elf bis 21 Jahren, die ihren Hauptwohnsitz in Traunstein haben. Passives Wahlrecht und damit wählbar sind Jugendliche im Alter von 14 bis 21 Jahren. Der Hauptwohnsitz ist ebenfalls zwingend in Traunstein erforderlich. Wichtig sei, dass die zum Schluss gewählten zwölf Mitglieder des auf zwei Jahre gewählten Jugendbeirats keine Vertreter von politischen Parteien oder anderen Interessensgruppen seien.

Die Wahlvorschläge für das Online-Wahlverfahren müssen bis zum 19. Oktober in schriftlicher Form und unterschrieben in der Stadtverwaltung abgegeben werden. Die Stimmabgabe beginnt am 9. November und dauert eine Woche. Ab 16. November soll das Ergebnis veröffentlicht werden. Am 26. November soll der Traunsteiner Stadtrat den Jugendbeirat dann bestätigen. Die konstituierende Sitzung ist für den 3. Dezember vorgesehen, sodass das Gremium im neuen Jahr seine Arbeit aufnehmen kann.

Beim »locker, formlos quasseln«, wie es Kegel salopp nannte, stellten die Jugendlichen viele Fragen zum technischen Ablauf aber auch zu den Möglichkeiten, wie die im Jugendbeirat getroffenen Entscheidungen und Beschlüsse dann auch über den Stadtrat weiter verfolgt werden könnten. Weniger begeistert waren Jugendliche aus umliegenden Gemeinden, die nicht mitwählen dürfen.

Jugendliche sollen Stadtratssitzungen besuchen

Auch die Frage, ob die gewählten Mitglieder das zeitlich schaffen könnten, wurde erörtert. Oberbürgermeister Christian Kegel betonte den »überschaubaren Zeitraum« des Engagements. Er ermutigte die Jugendlichen daneben grundsätzlich, die öffentlichen Sitzungen des Stadtrats zu besuchen. »Schaut euch an, was die sogenannten Großen machen.«

Wer mehr zur Jugendbeiratswahl wissen möchte, kann sich unter der Telefonnummer 0861/65-229 bei Florian Langer in der Stadtverwaltung näher informieren. awi