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Die Imker sind gefordert

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Für die Imker ist es höchste Zeit, mit der Varroa-Behandlung zu beginnen – »noch in dieser Woche«, rät der Varroa-Arbeitskreis im Landkreis Traunstein.

Das Bienenjahr geht zu Ende, die Tracht ist vorbei. Daher empfiehlt der Varroa-Arbeitskreis im Landkreis Traunstein jetzt den Imkern, ihren noch vorhandenen Honig abzuschleudern, mit der Einfütterung zu beginnen und die Behandlung gegen die Varroamilbe zu starten.


»Wir haben heuer eine gute Ausgangsposition«, sagt Gesundheitswart Luise Mitterreiter. Die Völker seien in einem guten Zustand. Und die Völkerverluste im vergangenen Winter seien zwar noch nicht ganz ausgeglichen, doch durch intensive Zuchtbemühungen und vermehrte Ablegerbildung seien viele Bienenhäuser wieder voll.

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Zur Sommerbehandlung stehen zwei Mittel zur Verfügung: Ameisensäure und Thymol. Beide sind von den Außentemperaturen abhängig. Bei niedrigen Temperaturen verdunsten sie schlecht und die Wirkung gegen die Milbe ist gering. Daher gehört nach jeder Behandlung der Erfolg kontrolliert. Bei zu hohen Temperaturen können die Bienen Schäden davontragen.

Der Beginn der Behandlung spielt eine große Rolle: Das Wichtigste ist, dass die Winterbienen ohne Schädigung durch die Milbe aufwachsen – und Augustbienen sind Winterbienen. Daher sollte die Behandlung nicht mehr aufgeschoben werden. »Wenn jetzt alle Imker an einem Strang ziehen und zeitgleich behandeln, dann haben wir heuer die Nase vorn und nicht die Milbe«, so Luise Mitterreiter. Fragen beantworten alle Gesundheitswarte. fb